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das von einem Baume stammt, dessen botanische Art nicht bestimmt ist,der aber vermutlieh zur Familie der Rutaceen zählt. Dieses westindischeSandelöl ist eine sirupöse Flüssigkeit, dicker als das vorige Ol und auchvon weniger angenehmem Geruch, verharzt leicht an der Luft. DieDichte beträgt 0,962, ändert sieh aber beim Verharzen des Öles. Frischerfordert es bei 20° von einem 70°/ 0 igen Alkohol 80 Teile zur Lösung.Es ist rechtsdrehend (-f- 26).
„Cedernöl, von Juniperus Virginiana, ist eine nicht gefärbte Flüssig-keit, beweglich, im Geruch an das Holz erinnernd, das zu den BleistiftenVerwendung findet. Es färbt sich an der Luft gell), indem es verharzt.In 250 Teilen Alkohol (70°) ist es nicht löslich, wenig löslich ist es inAlkohol von 92°. Die Dichte schwankt nach Schimmel zwischen 0,940und 0,960. Das Drehungsvermögen zwischen — 20 und — 40°. Cedernölvon Cuba. Nicht gefärbte Flüssigkeit, verharzt rasch an der Luft. Dichte0,9132, nicht löslich in 300 Teilen Alkohol von 70°. Es ist rechtsdrehend.
„Kopaivöl. Nicht gefärbt. Dichte 0,900 — 0,910. Nicht löslichin 300 Teilen Alkohol von 70« 1 .
„Gurjunöl ist eine bewegliche Flüssigkeit, die sich an der Luftfärbt, indem sie verharzt. Dichte 0,920 — 0,921. Unlöslich in Alkoholvon 70». Linksdrehend (— 35°).
„Fette Ole. Sollten solche als Beimischungen zum Sandelöl Ver-wendung linden, so würden sie leicht daran erkannt werden, dass einigeauf Papier gebrachte Tropfen schliesslich einen Fettfleck zurücklassen.Im zweiten Teile seiner Arbeit giebt Verfasser die Verseifungszahlen vomSandelöl und solchen Ölen, die zum Vennischen desselben in Anwendung
k< ......icn. sowie die Berechnung der Menge der beigemischten fetten Ole.
Für das Ol aus Santalum citrinum ergab sich die Verseifungszahl 12,6,für westindisches Sandelöl, Cedernöl und Kapaivöl wurde 8,4 gefunden,während die Verseifungszahl von Gurjunöl 5,6 beträgt. Auch wurden dieVerseifungszahlen von Gemischen von Sandelöl mit 50 Proz. Ricinus- bezw.Olivenöl bestimmt und hieraus der Gehalt an fetten Ölen berechnet, dermit den angewandten Mengen übereinstimmte. Duliere schlägt nun ineinem weiteren Teile seiner Arbeit zur Bestimmung der Reinheit desSandelöles vor, die Menge des in demselben enthaltenen Santalol zu er-mitteln. Santalol (C 15 H 25 OH) wird mit Essigsäureanhydrid in den Esterverwandelt und man bestimmt dann in dem acetylierten Ole mittelsVerseilung die Menge der Essigsäure. Heines Sandelöl erzielt nach denverschiedenen in dieser Richtung angestellten Versuchen einen Gehaltvon mindestens 94 Proz. Santalol. Ein geringerer Gehalt wird also aufeine Verfälschung hinweisen." —
Sandelöl erstarrt in der Kälte fast vollständig. Die australischen,westindischen und afrikanischen Sandelöle stammen teils von anderenSantalum-Arten, teils von anderen Gattungen, teils ist ihre Herkunftnicht bekannt. Ihr geringeres spez. Gewicht und ..ihre Schwerlöslichkeitin Alkohol unterscheiden sie von dem offizinellen Öle.
Bestandteile: Sandelöl enthält bis zu 98 Proe. Santalol C )5 H 2S Oll.Dasselbe isl kein einheitlicher Körper, sondern ein Gemisch zweier Scsquiterpenalkohole.
Gebrauch: An Stelle des Kopaivabalsams; häufig in Gemeinschaftmit diesem. Meist in Kapseln. — Grössere Mengen werden für Parfiimcric-zwecke verbraucht.