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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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führungen dieser Bestimmungen sowie über die Berechnung vergl. S. 16 ticzw.S. 23 und 77. Hier mögen die betreffenden Werte der pharmazeutischwichtigsten Fette und Öle folgen.

Fett

Hammeltalg

Rindertalg

Schweinefett

Butterfett

Kakaobutter

Muskatbutter

.Japanwachs oder

-talg

Palmkern öl

Kokosfett

Lorbeerfett

Olivenöl

Mandelöl

Pfirsichkernöl

Bucheckernöl

Erdnuss(Arachis)öl

Versei-fungszahl

Jodzalil

Fett

I Versei- I Jo dzahlfungszanl

192196

194196

196221232194200

178

bis 222

247255-265

198185-196187-196189-192191196191196

3440

35,3-39,3

55-60

26- 36

343840-52

4,24148,5-9,549688084951009294

90103

Baumwollsamen

(Cotton-)öl

Rüböl (Ol. rapae

und napae)

fettes Senföl

(Speiseöl)

Ricinusöl

Sesamöl

Krotonöl

Dorschleberthran

Hai-, Walfisch-,

Seehundthran

Mohnöl

Nussöl

Hanföl

Leinöl

103108

99-105

96-10883-85

191-196

175179

171176181188199 103- 112

207 90100171189 140152

191196 ca. 12719219ö|l30150194 -197 143146

193 143

189195155187

Gebrauch:,. Innerlich zu Emulsionen (man achte auf ein durchausnicht ranziges Ol!); äusserlieh zu Einreibungen.

Oleum Anisi.

Anethol.

Der sauerstoffhaltige Anteil des ätherischen Öles des Anis.Anethol bildet eine weisse, krystallinische Masse von sehr aro-matischem Gerüche und süssem Geschmacke. Schmelzpunkt 20°bis 21°. Spez. Gewicht bei 25° 0,984 bis 0,986. Siedepunkt232° bis 234°.

Anethol löst sich klar in 2 Teilen Weingeist.

Huile volatile d'anis. Essence d'anis. of anise.

Ol. Anisi und Anethol sind nicht identisch und die erstere Bezeichnungdeshalb nicht gerechtfertigt (vergl. Bestandteile). Anethol ist nur der wich-tigste Bestandteil des Anisöles. Oer Anfänger hüte sich vor Verwechslungenzwischen Anethol mit Ol. Anethi, Dillöl.

Darstellung: Anisöl wird durch Dampfdestillation aus dem Anis (be-sonders russischem), welcher 22'/ 2 Proz. Öl liefert, gewonnen. (GegenEnde der Destillation ist das Kühlwasser warm zu halten, damit nicht einTeil des Öles im Kühlrohr haften bleibt.) Das Anisöl wird durch Ab-kühlen zuin Erstarren gebracht und hierauf die flüssig bleibenden Bestand-teile (Terpen und Estragol) abgepresst. Auch durch Rektifikation desAnisöles kann das Anethol gewonnen werden, da das letztere erst bei230°234° übergeht. Synthetische Darstellung s. u.

Eigenschaften: Das Anethol bildet weisse, glänzende, anisartig riechendeKrystalle, welche bei +21 bis 22° C. schmelzen und bei 232° sieden. Spez.Gewicht bei 12" = 1,014, bei 25» = 0,985. Bei längerer Aufbewahrungverflüssigt sich bisweilen das Anethol und erstarrt dann selbst unter 0°