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420 Teilen Weingeist............ 420
gelöst. Nachdem die noch warme Lösung unter Benutzung einesbedeckten Trichters in das zur Aufbewahrung des fertigen Opodel-doks bestimmte Gefäss filtriert ist, fügt man
2 Teile Thyniianöl ............2
3 Teile Rosmarinöl............3
und 25 Teile Ammoniakflüssigkeit......... 25
hinzu und kühlt das Gemenge schnell ab.
Opodeldok ist fast farblos, wenig opalisierend und schmilztleicht durch die Wärme der Hand.
Itiilsiniiimi Opodeldoc. — Baume Opodeldoch. — Soap liniment.
Der Opodeldok ist eine beim Erkalten gallertartig erstarrende, heissbereitete weingeistige Seifenlösung mit Zusätzen von Kampfer, ätherischenÖlen und Ammoniakflüssigkeit. Letztere verleiht der Gallerte das bekanntedurchscheinende Aussehen. Die Wahl der Seife..ist für einen schönenOpodeldok von der grössten Wichtigkeit. Keine Olseife liefert ein allzu-weiches, in mittlerer Temperatur halbflüssiges Präparat; man gab ihr daherfrüher Hausseife bei, welche den Opodeldok recht konsistent, aber durchkrystallinische Ausscheidungen stearinsauren Calciums in Form von Sternchenunansehnlich macht, jetzt übrigens vollständig entbehrlich geworden ist.da die Menge der vorgeschriebenen medizinischen, aus Schweineschmalzund Olivenöl bereiteten Natronseife beträchtlich erhöht wurde. — Vielfach,besonders von Dieterich, empfohlen wird die Verwendung von Stearin-seife (35 Teile), welche man unmittelbar aus Stearinsäure und Natrium-karbonat gewinnt und von Beimischungen am besten durch Dialyse befreit.
Die Auflösung der Seife mit dein Kampfer nimmt man in einer loseverstopften Flasche bezw. in einem Kolben vor, den man ins Wasser- oderDampfbad stellt, wobei darauf zu achten ist, dass der Weingeist nichtins Sieden gelangt, wohin die verlangte „gelinde Wärme" zu deuten ist.Die Filtration geschieht durch einen doppelwandigen Metalltrichter, sog.Opodeldoktrichter, dessen Zwischenraum mit heissem Wasser gefüllt ist;bei kleineren Mengen reicht auch ein vorgewärmter Glastrichter aus.Während der Filtration halte man denselben wohl bedeckt; das Papierdarf also nicht über ihn hinausragen; auch benutze man zum flotten Fort-gang der Filtration ein Sternfilter. Man filtriert in das Vorratsgefäss,welches vorzuwärmen ist, damit das Filtrat nicht vor dem Zusätze derätherischen Öle und der Ammoniakflüssigkeit teilweise erkalte. Nach voll-endeter Filtration wird dieser Zusatz beigegeben und das Gefäss, mitfeuchter Blase oder Pergamentpapier Überbunden, in kaltes Wasser ein-gestellt, damit die Erstarrung möglichst schnell von statten geht.
Man bewahrt den Opodeldok in weithalsigen Gläsern mit Glasstopfen;hei Anwendung von Korken müssen dieselben mit Pergamentpapier oderStanniol überzogen werden (wegen der Einwirkung des Ammoniaks).
Liquor Aluminii acetici. — Aluminiumacetatlösung.
30 Teile Aluminiumsulfat.......... 30
36 Teile verdünnte Essigsäure........ 36
13 Teile Calciumkarbonat . . . •...... 13
und 100 Teile Wasser.............. 100