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wasserstoffwasser, noch durch Ammoniumoxalat-, Baryumnitrat-oder Silbernitratlösung- verändert werden.
20 ccm der wässerigen Lösung (1 = 20) sollen durch 0,5 ccmKaliumferrocyanidlösung nicht gebläut werden.
1 g Kaliumchlorat soll, mit 5 ccm Natronlauge und einemGemische von je 0,5 g Zinkfeile und Eisenpulver erwärmt,Ammoniak nicht entwickeln.
Kali ctaloricnm. Chlorsaures Kali. — Cklorate de potasscChlorale of potash.
Darstellung: Durch Einleiten von überschüssigem Chlor in heisseKalkmilch, in welcher Kaliumchlorid aufgelöst ist; das durch Krystalli-sation ausgeschiedene Kaliumchlorat wird durch l T mkrystallisieren gereinigt.
Zu den Eigenschaften: Aul' glühenden Kohlen verpufft das Kalium-chlorat mit violetter Flamme; für sich geschmolzen, entwickelt es Sauer-stoffgas, mit verdünnter Salzsäure erwärmt. Chlorgas und l'nterchlorsäure(C10 2 \ welche eine grüngelbe Färbung erteilt. Konz. Schwefelsäure er-zeugt mit dem Salze ebenfalls Unterchlorsäure, die sich rasch in Chlorund Sauerstoff spaltet und daher leicht explodiert; rührt man einigeKörnchen Kaliumchlorat auf einem Uhrglase zu einigen Tropfen konz.Schwefelsäure, so färbt sich diese deutlich gelb (durch C10 2 ); brennbareStoffe sind dabei zu vermeiden! Die Weinsäure scheidet aus der nicht zuverdünnten Salzlösung krystallinischen Weinstein ab.
Formel: KC10 8 = 122,6.
Prüfung: Die wässerige Lösung (1 =r 20) darf sich nicht veränderndurch: Schwefelwasserstoffwasser. — dunkle Trübung: Sehwermefalle(Blei, Kupfer); oxalsaures Ammoniak, — weisse Trübung: Kalk; Silber-nitrat,— weisse Trübung: Chlorkalium; Baryumnitrat, — weisse Trübung:Sulfate. — 2. Kaliumferrocyanid, — blaue Färbung: Eisen. — 3. SindNitrate zugegen, so wird deren Salpetersäure beim Erwärmen des Salzesin einem Probierrohre mit Zink, Eisen und Natronlauge unter dem Ein-flüsse des alsdann nascierenden Wasserstoffs zu Ammoniak reduziert.Welches man am Gerüche erkennt,
Gebraucl/: Als mildes Adstringens zu Mund- und (Jurgelw ässern. Ein-atmungen; innerlich zu 0,1-1,0. Gaben über 2 g, im Tage über 8 g sindgefährlich, nicht selten Vergiftungen herbeiführend, da die Salze der Chlor-säure das Hämoglobin des Blutes zerstören. (Vorsicht bei der Abgabe imHandverkaufe!) Technisch benutzt man das Salz zu bengalischen Flammenund ceuerwerkskörpern, wobei zu beachten ist. dass es wegen der leichtenAbgabe von Sauerstoff mit brennbaren Körpern nur mit grössterVorsicht gemischt werden darf. Mit Schwefel. Kohle, organischenstörten iz. 15. Zucker darf man es wegen der Entzündungsgefahr nichtzusammen reiben: für solche Mischungen werden sowohl das chlorsaure'Valium wie die Zusätze für sich gepulvert und dann mit dem Löffel leichtdurcheinander gerührt.
Kalium dichromicum. — KaliumdiChromat.
_ Dunkelgelbrote, beim Erhitzen zu einer braunroten Flüssig-keit schmelzende Krystalle, in 10 Teilen Wasser löslich.
Die wässerige Lösung (1 = 20) rötet blaues Lackmuspapier
Kommentar ■/.. D. Arzneibuch. Ed. IV. 25