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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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siehe im Text und bei Fol. Bellatloimae. Geruch und Geschmack desBilsenkrautes sind nach dem Trocknen nicht bedeutend.

Als wichtigste Bestandteile sind zu nennen das Hyoscyamin und das zudiesem in naher Beziehung stehende Scopolamin. Über ersteres vergl.bei Fol. Belladonnae. Dem Hyoscyamin kommt dieselbe Molekularformel(C 17 H 23 N0 3 ) zu wie dem Atropin. Die Alkaloidbestimmung ergiebt sichaus dem bei Fol. Belladonnae und Extr. Hyoscyami Gesagten.

Einsammlung: Im Juni und Juli, wenn die Pflanze zu blühen beginnt.5 Teile geben beim Trocknen 1 Teil.

Aufbewahrung: Wohlgetrocknet in Blechkasten. Zweckmässig all-jahrlich zu erneuern.

Gebrauch: Als beruhigendes Narcoticum, innerlich zu 0,020,5;äusserlich zu Umschlägen, Klystieren (2:100) u. a. Die Maximalgabensind herabgesetzt.

Herba Lobeliae.

Lobelienkraut.

Die getrockneten, oberirdischen Teile blühender Pflanzenvon Lobella inßata. Der Stengel ist besonders an den Kantenbehaart und trägt eiförmige oder längliche, auf beiden Seitenspitze, unregelmässig kerbig-gesägte Blätter, welche zerstreutbehaart sind. Die Blüten besitzen eine weissliche oder hell-bläuliche, zweilippige Krone. Die häutige, umgekehrt-eiförmige,zehnrippige, zweifächerige, vom Kelche gekrönte Kapsel enthältzahlreiche, ungefähr 0,5 bis 0,7 mm lange, braune Samen mitnetzgrubiger Oberfläche.

Lobelienkraut schmeckt scharf und kratzend.

Vorsichtig aufzubewahren.

Grösste Einzelgabe 0,1 g. Grösste Tagesgabe 0,3 g.

Herba Lobeliae in IIa lue. Lobelie enfl.ee. liulian tobaeco.

Stammpflanze: Lobelia inflata L. Farn. Lobeliaceen.

Eine den Campanulaceen nahe verwandte Familie, von denen sie sichdurch eine zygomorphe (3|21ippige) Krone, welche zwischen den beidenGipfeln der Unterlippe bis auf den Grund gespalten ist, sowie durch diezu einer Röhre verwachsenen Staubbeutel (Lin. Cl. XIX) und die zwei-Iticherige Kapsel unterscheidet. Also: K. 5; C. 5 bis auf einen tiefenSchlitz verwachsen-blätterig, oberständig, 3/2lippig-, A. 5, Beutel zu einergekrümmten, durch den Blumenkronenschlitz lierausragenden Röhre ver-wachsen; G. 2 zu einem zweifächerigen Fruchtknoten verwachsene Karpell-bhitter mit einer kopfförmigen, haarigen Narbe (Fegehaare). Häutige,zweifächerige Kapsel mit zahlreichen, netzgrubigen, endospermhaltigen»amen.

. I.obelia intlata: Stengel kantig, aufrecht, bis 0,6 in lang, unterwärtseinfach, rauhaarig, oberwärts ästig, oft kahl; Blätter zerstreut, sitzend,länglich eiförmig, bis 5 ein lang, wellig, unregelmässig gesägt, gezähnt,schwach behaart und gewimpert, besonders am Rande mit Drüsen und«orstchen besetzt; die untersten Blätter sind kurzgestielt. Blüten traubig,Wein, hellblau, in der Droge weisslieh; sie werden von den spitz-eiförmigen"eckblältelien überragt. Die dünnwandige, von dem fünfteiligen Kelchegekrönte, bauchige Kapsel enthält in ihren zwei Fächern sehr zahlreiche,

Kap

Kommentar z. D. Arzneib.

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