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welche von einem dünnen, aus langgestreckten Zellen bestehenden, ur-sprünglich weichen Samenmantel (Arillus, eine bisweilen vorkommendeWucherung des Basalteiles der Samenanlage) überzogen sind. Den Samenallein ist der kräftige, milde, kampferartige Geruch und Geschmack eigen.
Die harte Schale der kleinen Samen zeigt folgende Schichten: lang-gestreckte, im Querschnitt quadratisch ungefärbte Epidermiszellen. Unterdieser Schicht finden sich gefärbte, ebenfalls längsgestreckte Zellen, dieals „Querzellen" bezeichnet werden, weil sie die Epidermiszellen recht-winkelig kreuzen. Die dritte Lage wird von grossen, regelmässigen, zart-wandigen Parencbymzellen gebildet, welche das ätherische Ol ent-halten. (Cardamomum und Muskatnüsse.sind die beiden offiziellen Früchtebezw. Samen, welche .das ätherische Ol im Samen enthalten; in denübrigen, terpenhaltiges ätherisches Öl enthaltenden Früchten findet sichdas Öl (in besonderen Schläuchen) in der Fruchtwand, dem Pericarp —nicht in den Samen. — Sog. ätherisches Senföl, welches erst durch Zer-setzung gebildet wird, ist in chemischer .und physiologischer Beziehung sogrundverschieden von den ätherischen Ölen, dass es nicht unter dieserubriziert werden kann.") Als vierter und letzter Integumentteil folgtdie sehr charakterische l'allisadenschicht, deren Zellen nach dem Knospen-kern zu ganz ausserordentlich verdickt sind. Darauf folgt das Gewebedes Knospenkernes, nämlich das stärkeführende Perisperm, dann dasfettes (>1 und Aleuron enthaltende Endosperm und schliesslich der Embryo.
Die halbamtlichen Vereinbarungen schreiben bezüglich der Verun-reinigungen folgendes:
„Verfälschungen: Mehle von Getreide und Leguminosen. Fruchtschalenvon Kardamomen.
Mikroskopische Untersuchung'. Unterscheidende Merkmale des Karda-'nomenpulvers sind bei der mikroskopischen Untersuchung: die Stärke-klumpen des Perisperms, die an das mikroskopische Bild des Pfeffers er-innern, jedoch unregelmässiger in der Form, grösser und gestreckter sind;die sehr kleinen Stärkekörner zeigen in der Regel die Kernhöhle. Fernerfallen die fast farblose Samenoberhaut (Schlauch- und Querzellen) unddie dunkelbraunen Steinpallisaden der Sklerei'denschicht auf. Die Ober-haut der Fruchtschale der Ceylon-Kardamomen trägt einzellige Haare,•he Zellen sind grösser und enthalten oft Krystalle; die Oberhautzellenuer Samenschale sind kleiner und nach aussen stärker verdickt, die Palli-sadenzellen der Sklerei'denschicht sind bedeuteud grösser.
Fruchtschalenzusätze sind kenntlich an dem grosszelligen , schlaffen,farblosen I'arenehym mit eingeschlossenen gelben bis braunen Ilarzklumpen."Ul e Fruchtschalen erkennt man ferner an den Fasern und Gefrissenl
Verwechslungen; Es kommt im Handel noch vor: Der lange oder^ e ylon-Kardamom von einer Abart derselben Stammpflanze (KlettariaCardamomum ß, major Sin.) auf Ceylon; die Kapseln erreichen die LängeVon 4 cnlj zeigen eine mehr graubraune Farbe und enthalten zahlreichetarnen, aber von schwächerem Gerach. Deswegen dürfen die aus denkapseln entnommenen Samen des Handels nicht gekauft werden.
Bestandteile: 4—5 Proz. ätherisches Öl von blassgrünlicher Farbe
jJJMJ kampferähnlichem Gerüche. Es besteht aus mehreren Terpenen
;i()'1k; und einem diesen sehr nahestehenden Oxydationsprodukt C w HnO.
« er Wendung zu Likören. Weiter finden sich geringe Mengen fettes
'') Harz ii. s. w.
_ Pulverung: Beim Gewürz werden die etwa 25 Proz. betragenden1 ericarpschalen nicht mit gepulvert; beim Arzneimittel dagegen müssten«lese wohl mit gepulvert werden, da das Arzneibuch von einer Entfernung