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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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Endlich kann es bei der Entwickelung von Schwefligsäureanhydrid ausSchwefelsaure und Kupfer nebenher gewonnen werden.

Zu den Eigenschaften: Die lasurblaue Farbe und Krystallform (rhom-boidische Siiulen) lassen das Salz leicht erkennen. Bei 100° verliert es4 Mol. H 2 0, das fünfte geht erst über 200° weg, weisses, wasserfreies, hygro-skopisches und sich daher schon in wasserhaltigem Weingeist wieder blau-färbendes Salz hinterlassend. Die wässerige Lösung des Kupfersulfatesist blau, wird durch Schwefelwasserstoff schwarz (Kupfersulfid), durchAtzkali blaugrün (Kupferhydroxyd), beim Kochen schwarz (Kupferoxyd),durch Kaliumferrocyanid braun (Kupferferrocyanid), durch Baryumnitratweiss (Baryumsulfat) gefällt; die Fällung durch Atzalkalien bleibt aus,wenn organische Säuren, wie Weinsäure, zugegen sind, was bei Her-stellung der Fehlingschen Lösung verwertet wird.

Formel: CuS0 4 + 5H 2 0 = 249,76.

Prüfung: Man löst 0,5 g in 56 ccm Wasser, scheidet das Kupferdurch Schwefelwasserstoffgas als schwarzes Schwsfelkupfer aus und unter-zieht einige Tropfen des Filtrats der Verdampfung auf Platinblech,ein fixer Rückstand zeigt fremde Metalle an und ist vornehmlich auf Zinkund Eisen zu prüfen. Überschüssiges Ammoniak erzeugt im Filtrate eineschwarze Trübung bei Eisen, eine weisse bei Zink.

tiehrauch: Innerlich als Brechmittel zu 0,5 1,0 in gebrochenerDosis, äusserlich für sich zum Atzen, in Lösung als Adstringens zu Gurgel-,Augen- und Verbandwässern.

Cuprum sulfuricum crudum. Eohes Kupfersulfat.

Blaue, meist grosse, durchsichtige, wenig verwitterndeKrystalle oder krystallinische Krusten.

Die wässerige Lösung reagiert sauer und giebt mitArmnoniakflüssigkeit im Überschusse eine tiefblaue, klare oderfast klare Flüssigkeit.

Vorsichtig aufzubewahren.

Vitrinlum Cuprt. Kupfervitriol. Blauer Vitriol. Vitriol bleu.

Couperose Heue.Darstellung: 1. Aus den Gruben- oder Zementwässern, welche sichan Stellen ansammeln, wo Kupferkiese unter Einwirkung von Luft undWasser verwittern, durch einfaches Absetzenlassen und Eindampfen zurVr ystallisation. 2. Aus schwefelhaltigen Kupfererzen durch Röstung, Aus-^ l <igen und Kristallisation. 3. Aus rohen Abfällen der Kupfergewinnung«urch Behandlung mit roher Schwefelsäure oder Röstung. 4. Als Neben-produkt bei der Silbergewinnung.

Eigenschaften und Formel wie beim reinen Salze.St T, Prüfung: Scheidet das im Überschuss zugesetzte Ammoniak beim ; ehe « braune Flocken aus, so ist Eisen vorhanden. Eine geringe Mengel8t gestattet.

. ps giebt im Handel verschiedene stark eisenhaltige und rohe Kupfer-vitnole, z. B. der Salzburger, Admonter Vitriol, Bayreuther Vitriol, welchem so grüner sind, je stärker der Eisengehalt ist.

gebrauch: In der Tierarzneikunde zum Ätzen, sowie in Lösungen"rfwewich. Zum Einweichen der Saatkörner behufs Tötung des Getreide-rostes u. s . w