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Es sind also Dioxy-, Trioxy-, Tetraoxy-Methylanthrachinone. Struktur-formel s. bei Chrysarobin.
Voraussichtlich findet sich auch die stark purgierend wirkendeCathartinsilure (der wirksamste Bestandteil der Sennesblätter) anCalcium und Magnesium gebunden in der Droge. Dieselbe ist ein Gly-kosid von noch unbekannter Zusammensetzung.
Gebrauch: Als mildes Abführmittel bei Leber- und Hämorrhoidal-leiden als Aufguss (15—20:200) und als Spezies. Da die frische Rindebrechenerregend wirkt, darf nur die gut abgelagerte, mindestens imVorjahre gesammelte Kinde zur Anwendung gelangen.
Cortex Granati.
Granatrinde.
Die getrocknete Rinde der Achsen oder Wurzeln von PunicaOranatum. Die Bruchfläche der 1 bis 3 mm dicken Rinde istglatt und gleichmässig gelblich, nur in einer dünnen Aussen-schicht manchmal etwas braun oder grau. Die Korkschicht derRinde besteht aus Korkzellen, deren Innenwände stark verdickt,deutlich geschichtet und getüpfelt sind. Die sekundäre Rindebesitzt Markstrahlen, welche 1, sehr selten 2 Zellen breit sind.Die Rindenstränge zeigen im Querschnitte der Rinde regelmässigeTangentialreihen quadratischer, je eine Oxalatdruse enthaltenderZellen, mit denen Querbinden von Siebröhren führendem Parenchyinabwechseln. Besonders im äusseren Teile des sekundären Rinden-gewehes liegen 0,02 bis 0,2 mm breite, dickwandige Sklerenchym-zellen zerstreut. Die Wurzellinde ist gegenüber der Stamm-rinde durch früh entstehende Schuppenborke ausgezeichnet.
Granatrinden-Pulver soll nur die rundlichen, selten zu-sammengesetzten Stärkekörner der Rinde, welche einen Durch-messer von 0,()02ö bis 0,008 mm besitzen, die charakteristischenKorkzellen, die eigenartigen Sklerenchymzellen, die Oxalatdrusenund Einzelkrystnlle führenden Zellen, die Parenchymzellen unddie Siebröhren der Droge enthalten.
Wird 1 Teil zerkleinerte Granatrinde 1 Stunde lang mit100 Teilen schwach angesäuertem Wasser behandelt, so liefertsie einen gelben Auszug, welcher sich mit wenigen TropfenEisenchloridlösuag schwarzblau, mit der 5fachen Menge Kalk-nasser gelbrot färbt und trübt, später aber unter Abscheidungorangeroter Flocken farblos wird.
Zur Bestimmung des Alkaloidgehaltes übergiesst man 12 gnuttelfein gepulverte, bei 100° getrocknete Granatrinde in einemArzneiglase mit 90 g Äther und 30 # Chloroform, fügt, nachKräftigem Durchschütteln, JO ccm einer Mischung aus 2 Teilen{Natronlauge und 1 Teile Wasser zu und lässt das Gemisch'Herauf, unter häufigem, kräftigem Umschütteln, drei Stunden
Kommentar t, D, Arzneib. Ed. IV. 14