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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
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betupften Stellen einer beinahe schwarzen Platz macht. Der Borax ver-dickt den Schleim des arab. Gummis, Saleps, isländ. Mooses; Zuckersäfteheben diese Wirkung wieder auf. In Zuckersäften, Honig, Glycerin löstder Borax sich sehr leicht und reichlich auf.

Formel: Na 2 B 4 0 7+ 10H 2 O = 382,20 (47 Proz. Krystallwasaer).

Prüfung: 1. Die wässerige Boraxlösung (1 = 50) verändere sich nichtdurch: Schwefelwasserstoff, dunkele Trübung zeigt Schwermetallean; Ammoniumoxalat, weisse Trübung verrät Kalk; Salpetersäure,Aufbrausen zeigt die Veruneinigung mit, Sod n. an. 2. Diese mit Salpeter-säure angesäuerte Lösung (nicht die ursprüngliche, welche weisse Nieder-schläge von Baryumborat bezw. Silberborat giebt!) darf mit Baryumnitratund Silbernitrat nach 5 Minuten keine stärkeren weissen Trübungengeben, anderenfalls ist Natriumsulfat bezw. Natriumchlorid zugegen.Spuren derselben, soweit sie nur ein Opalisieren bewirken, sind gestattet. 3. Bläuung durch Kaliumferrocyanidlösung deutet auf Eisen.

Gebrauch: Als diuretisehes Mittel innerl. zu 1 2 g; zu Pinselsäften,Mund- und Augenwässern; Konservierungsmittel; Vertilgungsmittel gegenInsekten (Schwaben).

Bromoformium. Bromoform.

Farblose, chloroformartig riechende Flüssigkeit, von süss-licliem Geschmacke, sehr wenig in Wasser, leicht in Äther undWeingeist löslich.

Bromoform erstarrt beim Abkühlen mit Eis krystallinischund ist bei + 7° wieder völlig geschmolzen. Siedepunkt 148 °bis 150°. Spez. Gewicht 2,829 bis 2,833.

Mit gleichen Kaumteilen Bromoform geschütteltes Wassersoll blaues Lackmuspapier nicht sofort röten und, wenn es vor-sichtig über eine mit gleichviel Wasser verdünnte Silbernitrat-lösung geschichtet wird, eine Trübung nicht hervorrufen. BeimSchütteln von 2 cem Bromoform und 2 cem Wasser mit 0,5 cemJodzinkstärkelösung soll sofort weder Stärkelösung gebläut, nochdas Bromoform gefärbt werden.

Bromoform soll nicht erstickend riechen.

Beim Schütteln gleicher Mengen Bromoform und Schwefel-säure in einem zuvor mit Schwefelsäure gespülten Glase soll dieSchwefelsäure innerhalb 10 Minuten nicht gefärbt werden.

Vorsichtig und vor Licht geschützt aufzubewahren.

Grösste Einzelgabe 0,5 g. Grösste Tagesgabe 1,5 g.

Darstellung: Kalkmilch wird mit Aceton versetzt, gelinde erwärmtund allmählich Brom bis zur bleibenden Gelbfärbung hinzugefügt. Nacherfolgter Reaktion wird mit Kalkmilch alkalisch gemacht, das Bromoformabdestilliert und rektifiziert.

Zu den Eigenschaften: Farblose, chloroformähnlich riechende Flüssig-keit, ganz rein vom spez. Gew. 2,904, während das offizineile Präparatetwa 1 Proz. Alkohol der bessern Haltbarkeit halber enthält.

Formel: CHBr 3 = 252,89 (Tribrommetnan).