«flUMHMGSPIBi
— 140
1%''^
betupften Stellen einer beinahe schwarzen Platz macht. Der Borax ver-dickt den Schleim des arab. Gummis, Saleps, isländ. Mooses; Zuckersäfteheben diese Wirkung wieder auf. In Zuckersäften, Honig, Glycerin löstder Borax sich sehr leicht und reichlich auf.
Formel: Na 2 B 4 0 7 ■+■ 10H 2 O = 382,20 (47 Proz. Krystallwasaer).
Prüfung: 1. Die wässerige Boraxlösung (1 = 50) verändere sich nichtdurch: Schwefelwasserstoff, — dunkele Trübung zeigt Schwermetallean; Ammoniumoxalat, weisse Trübung verrät Kalk; Salpetersäure, —Aufbrausen zeigt die Veruneinigung mit, Sod n. an. — 2. Diese mit Salpeter-säure angesäuerte Lösung (nicht die ursprüngliche, welche weisse Nieder-schläge von Baryumborat bezw. Silberborat giebt!) darf mit Baryumnitratund Silbernitrat nach 5 Minuten keine stärkeren weissen Trübungengeben, anderenfalls ist Natriumsulfat bezw. Natriumchlorid zugegen.Spuren derselben, soweit sie nur ein Opalisieren bewirken, sind gestattet.— 3. Bläuung durch Kaliumferrocyanidlösung deutet auf Eisen.
Gebrauch: Als diuretisehes Mittel innerl. zu 1— 2 g; zu Pinselsäften,Mund- und Augenwässern; Konservierungsmittel; Vertilgungsmittel gegenInsekten (Schwaben).
Bromoformium. — Bromoform.
Farblose, chloroformartig riechende Flüssigkeit, von süss-licliem Geschmacke, sehr wenig in Wasser, leicht in Äther undWeingeist löslich.
Bromoform erstarrt beim Abkühlen mit Eis krystallinischund ist bei + 7° wieder völlig geschmolzen. Siedepunkt 148 °bis 150°. Spez. Gewicht 2,829 bis 2,833.
Mit gleichen Kaumteilen Bromoform geschütteltes Wassersoll blaues Lackmuspapier nicht sofort röten und, wenn es vor-sichtig über eine mit gleichviel Wasser verdünnte Silbernitrat-lösung geschichtet wird, eine Trübung nicht hervorrufen. BeimSchütteln von 2 cem Bromoform und 2 cem Wasser mit 0,5 cemJodzinkstärkelösung soll sofort weder Stärkelösung gebläut, nochdas Bromoform gefärbt werden.
Bromoform soll nicht erstickend riechen.
Beim Schütteln gleicher Mengen Bromoform und Schwefel-säure in einem zuvor mit Schwefelsäure gespülten Glase soll dieSchwefelsäure innerhalb 10 Minuten nicht gefärbt werden.
Vorsichtig und vor Licht geschützt aufzubewahren.
Grösste Einzelgabe 0,5 g. — Grösste Tagesgabe 1,5 g.
Darstellung: Kalkmilch wird mit Aceton versetzt, gelinde erwärmtund allmählich Brom bis zur bleibenden Gelbfärbung hinzugefügt. Nacherfolgter Reaktion wird mit Kalkmilch alkalisch gemacht, das Bromoformabdestilliert und rektifiziert.
Zu den Eigenschaften: Farblose, chloroformähnlich riechende Flüssig-keit, ganz rein vom spez. Gew. 2,904, während das offizineile Präparatetwa 1 Proz. Alkohol der bessern Haltbarkeit halber enthält.
Formel: CHBr 3 = 252,89 (Tribrommetnan).