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Lösung sollen
10 ccm
dem Erkalten auf 100 ccm verdünntenZehntel-Normal-Jodlösung entfärben.
Sehr vorsichtig aufzubewahren.
Grösste Einzelgabe 0,005 g. — Grösste Tagesgabe 0,015 g.
Arsenicum iilliinii.
Weisser Arsenik.Arsenious acid.
Acide arsenieux. -
Darstellung: Hüttenmännisch durch Abrösten arsenhaltiger Erze; ihreDämpfe verdichten sich in langen Kanälen als sog. Giftmehl. Durch Um-sublimieren erhält man glasartige Stücke, die allmählich porzellanartigwerden. — Für Rezepturzwecke sollte man nur die kn ■stiillinische Säureverwenden, während für technische Zwecke, z. li. zum Vergiften und Aus-stopfen von Tieren, das Arsenikpulver unter der deutlichen Bezeichnung„Arsenicum album ad usum, technicum" vorrätig gehalten werden kann.
Zu den Eigenschaften: Der weisse Arsenik bildet frisch sublimiertglasartige und durchscheinende, dichte Stücke, welche bei der Auf bewahrungallmählich undurchsichtig werden und dann ein porzellanartiges Aussehengewinnen. So findet man sie gewöhnlich im Handel. Sie besitzen keinenGeruch, einen muscheligen Bruch und sublimieren beim Erhitzen in einemGlasrohre in durchsichtigen, glänzenden Kryställchen. Gepulvert und inWasser gebracht, schwimmt «ler Arsenik grösstenteils auf dem Wasser,trotzdem er drei bis viermal schwerer ist als letzteres; erst nach längeremSieden bist er sich in 15 Teilen Wasser; dagegen winl er von Salzsäure,ätzenden und kohlensauren Alkalien leichter und reichlicher gelöst.
Erkennung: Ausser der bezeichnenden äusseren Form besitzt diearsenige Säure folgende Erkennungszeichen: l) Erhitzt man ein Körnchenderselben im Grunde eines fein ausgezogenen Glasröhrchens, nachdem esmit einigen Holzkohlensplittern bedeckt und diese zuerst zum Glühen ge-bracht sind, so bildet sich darüber ein schwarzer Metallspiegel; zugleichnimmt man in der Rühre einen Knobhiuchgeruch wahr. -2. Auf einem StückHolzkohle mittels des Lötrohrs erhitzt, verbreitet die Säure einen starkenKnoblauchgeruch. Das gebildete Arsengas ist stark giftig! — 3. In Salz-säure gelöst, giebt sie mit Schwefelwasserstoff einen gelben Niederschlag,der von Ammoniakflüssigkeit leicht gelöst wird, beim l'bersäuern mit Salz-säure aber wieder erscheint.
Formel: As 2 () : , = li)S, also Arsenigsäureanhvdrid.
Prüfung: 1. Einige Körnchen Arsenik müssen sich beim Erhitzenin einem Glasröhre ohne Rückstand verflüchtigen; etwaige Beimengungennichtflüchtiger Körper (Gips, Kreide, Schwerspat u. a.) bleiben da-bei zurück. Viele organische Zusätze würden verkohlen.
2. 1 Teil Arsenik muSS sich in 15 Teilen Wasser bei anhaltendemSieden vollständig auflösen; hierzu ist jedoch nötig ein längeres Sieden,zeitweiliger Ersatz des verdampfenden Wassers und die Anwendung einesfein gepulverten Arseniks; Gips, Kreide, Schwerspat u. a. bleibenungelöst zurück. Leichter ausführbar ist die Lösung des gepulverten Ar-seniks in 10 Teilen Ätzammoniak unter Erwärmen,
3. Die gewonnene ammoniakalische Lösung darf sich beim l'bersäuernmit Salzsäure nicht gelb Eärben be/.w. trüben, was einen Gehalt anSchwefel-ars en verraten würde, das zuweilen im Arsenik vorkommt.
4. Massatialytische Prüfung: Keim Auflösen der vorgeschriebenen 5 degArsenik in 3 g Natriumbikarbonat und 20 ccm Wasser thut man gut, das
Wasser nicht auf einmal von vornherein zuzusetzen, sondern ..... Anfang
in möglichst konzentrierter Lösung zu arbeiten, was dadurch erreicht wird,