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über kcmz. Schwefelsäure getrocknetes Jod oder Kaliumdichromat zumAusgangspunkt.
An Stelle des Einstellens auf trockene Urtitersubstanzen hält mansich in vielen Fällen mit Vorteil titerbeständige Urtiterlösungen vor-rätig, gegen welche man den Wirkungswert einer Titrierflüssigkeit ver-gleichen kann. Näheres bei den einzelnen Lösungen.
Indikatoren.
Das, was für die Gewichtsanalyse das feine Spiel der Wage, bedeutet fürdie Massänalyse der Indikator. Ein unzweifelhaftes Erkennen des erstenTropfens Reagenzüberschuss bildet die Grundlage der Genauigkeit einerMassanalyse. Einer der schönsten Indikatoren ist Stärkelösung auf Jod,deshalb sucht man vielfach den Gang der Anajyse auf das Gebiet derJodometrie hinüberzuziehen.
Kür die sehr häufig vorkommenden Sättigungsanalysen ist leider nochkein Indikator gefunden worden, der für alle Fälle den Anforderungengenügte.
Die einzelnen Indikatoren werden bei dem Artikel „Reagentien"besprochen werden; hier sei erwähnt, dass sich
Lack ums nur für starke Säuren (Schwefel-, Salz-, Salpeter- undOxalsäure), sowie für ätzende (kohlensäurefreie) Alkalien eignet. Wegenunsicherer Endreaktionen können mit Lackmus nicht titriert werden:Kohlensäure, Borsäure, Phosphorsäure, schwefelige Säure, Schwefelwasser-ston'' sowie die schwachen Basen, z. B. Alkaloide.
Phenolphthalein eignet sich zur Titration schwächerer Säuren(Essig-, Ameisen-, Oxal-, Wein- und Citronensäure) und freier Alkalien(KOH, NaOII, Ca(OH),, Ba(OH). 2 ). Sobald sich bei der Titration Kohlen-säure entwickeln kann, ist zu beachten, dass
kohlensaure Alkalien
z. B. Soda
wie fj;eie Alkalien
doppelkohlensaure Alkalien l freie Kohlensäurez. B. Natr. bicarbon.
indifferent wie Säure
auf Phenolphthalein wirkt.
Nicht verwendbar ist Phenolphthalein bei Ammoniak und seinenSalzen, sowie bei den Alkaloiden; letztere lässt das Arzneibuch mit Hilfevon Jodeosin oder Haematoxylin titrieren.
Sättigungsanalysen.Alkalimetrie und Acidimetrie.
Dieselbe umfasst alle diejenigen Bestimmungen, die vermittelst dervolumetr. Säuren oder Laugen ausgeführt werden können und sich inNeutralisationsvorgängen abspielen oder auf solche zurückführen lassen
Die hierher gehörenden Titerflüssigkeiten des Arzneibuches sind:
Normalkalilauge .... 56,16 g KOH im Liter enthaltend
Zehntel-Normalkalilauge . 5,616 g „ „
Hundertel-Normalkalilauge 0,5616 g „ „