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Kommentar zum Arzneibuch für das Deutsche Reich : mit Zugrundelegung des amtlichen Textes, sowie einer Anleitung zur Massanalyse ; im Anschluss an den Schlickumschen Kommentar
Entstehung
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Aus der Vorrede des Arzneibuchs.

-------Während der Kommissions-Beratungen sind folgende

besondere Gesichtspunkte als massgebend angesehen worden.

Für die Schreibweise des neuen Arzneibuches ist die inder Gesetzsprache des Reiches übliche Rechtschreibung zum Vor-bilde genommen worden.

Die Bemühungen, Fremdwörter durch deutsche Ausdrückezu ersetzen, sind nicht immer erfolgreich gewesen, da es vorallem darauf ankam, Missverständnisse, welche bei einer Ver-deutschung eingebürgerter, wissenschaftlicher Fremdwörter leichtunterlaufen können, sicher zu verhüten. — — —

Ausser den amtlich eingeführten lateinischen und deutschenBenennungen Jedes Mittels sind andere Namen grundsätzlichnicht in die Überschriften der einzelnen Mittel aufgenommenworden, jedoch wurde die Beifügung eines möglichst umfassen-den, alphabetisch geordneten Verzeichnisses der neben den amt-lichen sonst noch gebräuchlichen Namen für erforderlich erachtet.

Bei der Benennung der Rohdrogen wurde eine Änderungder in der dritten Ausgabe des Arzneibuches angewandtenlateinischen Namen aus praktischen Gründen thunlichst ver-mieden.

Um eine Gleichmässigkeit in der Art der Beschreibung dereinzelnen Mittel herbeizuführen, sollten stets nacheinander1. die äusseren Merkmale angegeben, 2. die Anforderungen andie Beschaffenheit der Körper aufgezählt werden; Vorschriftenzur Darstellung sollten nur bei denjenigen Mitteln voran-geschickt werden, welche entweder in den Apotheken selbstbereitet zu werden pflegen, oder für welche die Innehaltungder gewählten Bereitungsvorschrift die Vorbedingung für dieHerstellung des Mittels in der gewünschten Beschaffenheit bildet.

Die Beschreibung der Rohdrogen hat, vorzüglich aus prak-tischen Gründen, eine durchgreifende Änderung erfahren. Die