Gummi-resina Scammonium — Helminthochorton.
sion gebend, von erst schwachem, dann stark und un-angenehm kratzendem Geschmack, in der Wärme vollstän-dig schmelzend.
Der Werth ist durch seinen Gehalt an, in Aether lös-lichem Harz bedingt, der bei der besten Handelswaaregegen 70 —75°/o beträgt, und durch Erschöpfung mitAether, A r erdampfung des Auszuges und Austrocknen desRückstandes bei 100 ' bestimmt wird. Ausserdem darf dasScammonium weder mit Säuren aufbrausen, was auf bei-gemischte Kreide deuten würde, noch wie die schlechte-sten Sorten Amylum enthalten, daher in der wässerigenAbkochung durch Jod gebläut werden.
Das Scammonium kommt jetzt, in England aus derWurzel extrahirt, in sehr schöner Qualität als Scammo-nium e radice Anglieum in den Handel; es ist grünlich-braun, im Bruch glänzend, sehr leicht zerreiblich, giebtmit Wasser keine Emulsion, und ist in Alcohol vollstän-dig löslich.
Das sog. Smyrnaer Scammonium in dichten, schwe-ren , im Bruch wachsglänzenden Stücken von fast schwar-
zer Farbe ist weniger leicht zerreiblich,
giebt mit Wasser
keine grünliche Emulsion, schmilzt in der Wärme nur un-vollständig , und darf nicht angewendet werden.Aufbewahrung: nach Tab. C.
Helminthochorton.
Eine aus verschiedenen fadenförmigen Algen be-stehende Masse von heller oder blauschwarzer Farbe,widerlichem Meergeruch, und salzigem, schleimigem Ge-schmack.
Die aus dem Mittelmeer stammende, helle Sorte be-steht zum grössten Theil aus dem deutlich gegliederten,nach oben mehrfach verästelten, nur aus einer Längsreihevon Zellen gebildeten Thallus von Ceramium fruticulosumRoth; und kann, meist in nur geringer Menge, auch achtesHelminthoehorton, den aussen gleichförmigen und nurquer gestreiften, innen gegliederten Thallus von H. offici-narum Link enthalten.