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Die preußischen Apothekengesetze : mit Einschluß der reichsgesetzlichen Bestimmungen über den Betrieb des Apothekergewerbes
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260
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XIV. Apothekenbetrieb.

1. Das Serum antidiphthericum ist vor Licht geschützt und an einemzwar kühlen, aber frostfreien Orte aufzubewahren, da das Serumdurch Gefrieren nach den bisherigen Beobachtungen eine bleibendeTrübung erfahren kann.

2. Dasselbe soll klar sein und darf höchstens einen geringen Boden-satz haben. Serum mit bleibenden Trübungen oder Stärkerem Boden-satz, sowie Serum einer bestimmten Kontrollnummer, dessen Ein-ziehung auf Grund der Untersuchung der Kontrollstation bestimmtwird 1 ), darf nicht abgegeben werden 2 ). Die Fabrikationsstättenfür Serum 3 ): Chemische Fabrik auf Aktien vorm. E. Schering inBerlin und die Farbwerke vorm. Meister Lucius & Brüning in Höchsta. M. haben sich bereit erklärt, derartige von ihnen gelieferte, mitPlombenverschluß noch versehene Fläschchen gegen einwandfreiePräparate franko gegen franko umzutauschen.

3. Auf das Diphtherieserum finden die Bestimmungen in den §§ 1und 3 der Vorschriften, betreffend die Abgabe starkwirkeiuliTArzneimittel usw. in den Apotheken, vom 4. Dezember 1891 *)Anwendung, so daß dasselbe hinfort nur gegen ärztliches Rezeptverabfolgt werden darf.

4. Vom 1. April d. J. ab dürfen nur noch mit dem staatlichen Prü-fungszeichen versehene Fläschchen verkauft und feilgehaltenwerden.

beftimmt ein SJtin.-Sxl. uom 13. 3)ejembet 1904, „bafj Don jebt ab auf beut 3)ecf»parier, mit welchem bic ftaatlicb, fontrollierteu gläf&djen mit ©ipb^herteheilferumumfüllt metben, baä 3)3tum bei' Sßtufung in ^-ortfall fommen batf."

*) S8i'3t)et finb folgenbe Kammern bes> 2>ipljtbertefetum8 jut ffitnjtebung be»ftimmt roorben:

1. au? ber gabril ftarbtoetle borm. Süleiftet u. ßuciuS SBruning m ßödjft a. SU.:40, 114, 173, 207, 259, 266, 273, 275, 282, 304, 312, 314, 317, 319, 321, 358, 603, 651,(199, 700, 701, 703, 705, 706, 707, 708, 710, 714, 715, 716, 718, 719, 720, 722, 723, 721,725, 726, 727, 728, 731, 732, 733, 734, 735, 736, 737, 738, 739, 767, 769, 770, 774, 776,779, 783, 818, 823, 824, 825, 826, 859, 863, 881, 903, 931, 931;

2. aus bet ^-abrif bon (£. Ttexd in fcarmftctbt: 13, 27, 31, 34, 36, 37, 47, 50, 63,64, 65, 66, 67, 68a, 70, 71, 72, 73, 74, 78, 79, SO, 81, 82, 83, 86, 87, 102, 103, 1114,105, 112, 117, 120, 123, 124, 125, 137, 13S, 149, 151, 153, 155, 157, 158, 102, 103;

3. aus ber djemtfeben gabtü nur ülftieti borm. tf. Sperma m SBetlin: 14, 87, 123,132, 134, 136, 143, 148, 149, 164, 204, 209;

4. au§ bem @etum«Sabotatorium SRute Snodj in Hamburg: 25, 26, 29, 38, 49, 53,71, 101, 102, 103, 116.

©in 2Äin.=(£c(. Dom 19. SDtätj 1907 beftimmt ba^it, „bafj fortan [nmtlidje grobenbon ®ipl)tl)crict)eilfernin brei 3ai)te nad) ätuSftthrung ihrer elften ftaattichen ^tüfima,ferientoeife bet (aufeub.'ii .ftontrotluummer nach etrtjujie^ett finb".

2 ) ®aS 9(räncibuc£) bat biefc Söcftimmung in folgenber Raffung übernommen:

Serum mit starker, bleibender Trübung oder stärkerem Bodensatz, sowie Serummit bestimmter Kontrollnummer, dessen Einziehung verfügt wurde, darf in den \poMiokon nicht abgegeben werden.

3 ) 3>ie »ugelaffenen 7vabrita11ougftä11en für 2>iüf)tf)ericferu m finb gegenmartig folgenbe:

bie 3"itbroer!c borm. s JK:ifter Suciug u. SBtÜning ju ftöchft a. W.;bie cfjemifche ^-abrif auf SSHtien borm. (S. Scberiiui, ©erlin N. 39;bie ebemifrbe ftabrif bon (S. Sftercf in 3)armftabt;ba§ ©etum-Sabotiitorium SRütc CSitodi in Hamburg;ba§ ©erum-£.Tbor.ttoriiim bon Dt. *ptöfcb.'t in ©armftabt»$8effungen.l ) gefct SDlin..ffirI. uom 22. ^inti 1896 (f. Seil XV).