Ueber die Zerlegung de*' Ackererde.
165
Das völlige Austrocknen der Ackererde geschiehtam hesteu in erwärmten porcellanenen Ahrauchschalen,■welche wegen der schnellen Verkohlung der Ilumus-theile nicht unmittelbar auf die Eisenplatte des mehrerwähnten Olens gesetzt werden müssen. INJ an wägtjene dann noch Mann.
I7rn die Anziehungskraft einer Erde für die Feuch-tigkeit der umgebenden Luft zu schätzen, setze man sie,wohl getrocknet und gewogen, entweder in gedachtenAhrauchschalen oder in Blechkapscln, dünn ausgebrei-tet, an eine feuchte Stelle des Kellers, und wäge sienach einigen Stunden wieder.
Die w asseihaltende Kraft einer Ackererde läfst sichfinden, wenn man eine gewogene Quantität derselben,mit Wasser zu Brei gerieben, auf eyi Filter bringt undihn abtröpfeln läfst (was bei starkem Tliongehalt ofterst nach ein Paar Stunden und bei gewöhnlichem Bo-den in der Tiegel schon nach einer halben Stunde be-endiget ist), mit dem Inhalt auf einem Glasschälchen wie-derum wägt und das Uebergewicht für das gehalteneWasser berechnet. Werden verschiedene Ackererdensolchen Versuchen hei gleichen Umständen unterwor-fen, so kann der Oekonom für die Kultur seiner Früchtesehr unterrichtende und übrigens nützliche Schlüssedaraus ziehn.
Analyse.Erster Theil,
Man lasse (die aus verschiedenen Stellen desAckers genommene) wohl getrocknete Erde mit demvierfachen Gewichte Wasser im silbernen Kessel eineZeit lang sieden, filtrire und wasche den Filterinhaltheifs nach.
Das Fillrat viid in den mehrsten Fällen eine gelb-liehe Farbe haben. j\lan prüfe es auf freie Säure undkaiische Substanzen durch Pigmente, und auf Calcium-oxyd, Schwefelsäure und Chlor durch Aiurnoinakoxalat,Chlorbariurn und Silberoxydnitrat etc. Sehr selten wer-den sich erstere beide, fast immer aber die drei letz-ten! vflrnnocn
l ui 11 \uuujui;i'»
Man rauche die Flüssigkeit bei iniifsiger Hitzezur Trockne ab, weiche den Juickstand mit wenigem
I