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2, Abt. 2 (1829)
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II. Sauerstoffhaltige Mineralien, G. Oxyde. 15

Um das Mangan in der Solution b. durch Ammoniak mög-lichst reit] auszuscheiden, mufs sie so wenig, als möglich, freieSäure enthalten haben, damit jenes nicht, durch viel Chloram-monium in Auflosung gehalten, zurückbleibe.

Man bedient sich verschiedener Methoden zur Trennungde*Mangans von Eisen, unter welchen folgende die vorzüg-lichsten sind.

Bei der oben beZcichnetrn ist der sehr verdünnten Auf-lösung beider Metalle — in welcher, wie überhaupt bei dieserScheidung, das Eisen durch Erhitzung mit Salpetersäure höchstoxydirt seyn mufs — schwacher Ammoniakliquor so lange un-ter stetem Umrühren hinzu zu mischen, bis sie das Lackmus-papier kaum mehr rö'thet; wird dicj genau beobachtet, so fälltdas Eisen in dem Maafs rein und vollkommen nieder, dafs esmit reichlichem Kaliumoxyd geglühet, diesem nach dem Auf-weichen nicht die geringste grüne Färbung ertheilt, und dasMangan durch Cyaneisenkalium völlig weifs niedergeschlagenwird. Enthält die Solution viel Chlorammonium, so kann man,wie erwähnt, überzeugt seyn, dafs alles Mangan gelöst bleibt.Es ist leicht einzusehn, dafs, wenn man in einem CopiösenEisenniederschlage noch Manganverunreiuigung zu befürchtenhatte, diese durch nochmaliges Auflösen desselben und er-neuerte Präcipitation gänzlich entfernt werden würde.

Um das Mangan aus dem Filtrate zu gewinnen, kannman dieses einengen, und den Rückstand stark glühen, daersteres dann als schwarzes Ox} r d mit 29,C6 Proc, Sauerstoffzum Vorschein kommen wird, oder man wendet oben gedach-tes Verfahren an. Will man es als Carbonat absondern,, sobindert die Gegenwart des Ammoniaks die scharfe Trennungimmer etwas, weshalb eine gelinde, aber anhaltende Erhitzungder, mit reichlichem Kaliumoxydcarbonat versetzten Flüssigkeitanzurathen ist.

2) Fast genauer führen die Succinate, z. B. des Natrium-bxyds, zum Ziele; sie fällen in der möglichst abgestumpftenSolution das Efsenoxyd noch bei 5000facher Verdünnung alsleichten aufgequollenen Niederschlag, welcher kalt und anhal-tend ausgewaschen werden mufs. Das Product wird scharf ge-glühet, und als Eisenoxyd berechnet, oder besser nach demGlühen wieder aufgelöst und nochmals präeipitirt. Hier wirddann das Mangan gewöhnlich durch kalischcs Carbonat nieder-geschlagen. In dem stark ausgetrockneten Garbonate ist dann69,12 Oxyd für das darin enthaltene Manganprotoxyd zu be-rechnen. Uebrlgens giebt erwähntes Carbonat nach dem Glü-hen Mittelmanganoxyd von 27,25 Procent Oxygen,

Auch hier kann bei Gegenwart einer grofsen Menge Eisenetwas Manganoxyd mit niedergerissen werden, welcher Uebel-stand durch erneuerte Behandlung leicht zu verbessern ist.