■
218
100. Kaliumoxydbitartrat.
100. Kali
atiumoxydbitartrat.
Bitartras kalicus. ßitartrate de potasse. •Saures w ein s teinsa ur es K ali. Kali tartaricura acidulum.
Das Kaliumoxydbitartrat kömmt in vierseitiger] , anden Enden schräg zugespitzten Krystallen vor. Es hat ei-nen angenehm säuerlichen Geschmack. Seine Auilos-licbkeit ist .:äp ££££-, bei 100° iÄ|2. Weingeist hatkeine Wirkung darauf. Sein Eigengewicht beträgt 1,90.An der Luft verändert es sich nicht. Die Auflösungdesselben zersetzt sich jedoch ailmählig nnd wird kaiisch.Es enthält 4,74 Procent Krystallwasser und besteht aus26,12 Oxyd und 73,88 Säure.
Gebrauch.
. Zur Trennung einiger Oxyde der Schwermetalle•von denen der Leichtmetalle, vorzüglich solcher der er-steren, die als Metall nicht von einer Mineralsäure al-lein, noch von der blofsen Weinsteinsänre angegriffenwerden, wohl aber durch schickliche Behandlung drei-fache "Verbindungen mit diesem Bitarirat eingehn.Solche Salze sind durch kaliumoxyd nicht zersetzbar;ihre Auflösung trübt sich zwar, wird aber durch einenUebersclmfs derselben wieder klar; ein Zeitpunkt, inwelchem erstere Oxyde, z. B. des Antimons, Eisens,Nickels, Zinns etc., durch Hydrothionsänre gefällt wer-den müssen, während die Leichtmetalloxyde, als: diedes Tilans, nach dem Abrauchen durch Glühen desBückstandes etc., zu isoliren sind. Siehe Kalinmoxyd-tartrat und Weinsleinsäure.
Zur Scheidung des Eisens vom Mangan, wo grofseMengendes letzteren vorhanden sind, indem man die Snl-fatsolution beider, die unsers Reagens bis zum Aufhörenaller Trübung, hmzumischt, und das Ganze so v/eit ein-engt, bis sich Kaliunioxydsnlfat abzusetzen anfängt.Während des Erlaltens wird Mahganprotoxydtartratzn Boden fallen und alles Eisen mit wenigem Manganin Auflösung bleiben. Nach dem Zusatz von Chloram-monium und Ammoniak, Absonderung des Eisenoxydsmittelst Filtration etc., werden sich die Leberbleihseldes Mangans durch Abrauchen der Flüssigkeit, Glühendes Rückstandes, Wlederauflösen und Fällung durchKalinmoxvdcarbonat etc. auffinden lassen.