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1 (1829)
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78. Kaliumoxydchlorat.

.gewöhnlich häufig vorhandene Chloride das Resultat un-sicher machen.

Bereitung.

Aus CLIorsilher gewonnenes Silher löst man inSalpetersäure von 1,2 Eigengewicht bis zur völligen Sät-tigung auf, raucht die Flüssigkeit ab und läfst den Rück-stand schmelzen. Dadurch ist dieses Reagens zur mög-lichsten Neutralität gebracht.

Reinheit. Die Auflösung desselben mufs was-serhell und das Präcipitat, welches" Schwefelsäure darinbildet, von 90 Theilen Wasser völlig aufgenommenwerden.

78.

Kaliumoxydchlorat.

Chloras kalicua. Chlorate de potasse.

Salzsanres Kali. Gren: Oxydirt salzsaures Kali.Kali muriatictim. Gren. Kali oxymuriaticum.

Das Kaliumoxydchlorat krystallisirt gewöhnlich schup-penförmig, bei grofscr Vorsicht aber in rhomboidalensechsseitigen Tafeln. Sein Geschmack ist kühlend herb.Seine Löslichkeit beträgt l^-, bei 100° bis an ±^.Vom Weingeist wird es kaum angefochten, in mäfsigerHitze zerfliefst es, ohne zersetzt zu werden; bei ver-stärktem Feuer giebt es 39,15 Procent Sauerstoffgasaus und läfst Chloi'kalium zurück. Es enthält 38,49Oxyd und 61,51 Säure.

Gebrauch.Auf pyrochemischem Wege zur Zerlegung derPflanzenkörper in ihre Grundstoffe durch die Wirkungdes dabei entbunuenn (und wieder gebundenen) Sauer-stoffs in eigenes dazu eingerichteten Apparaten. DieProducte und Educte sind dabei Kohlensäure, Wasserund Stickstoff, welche auf Kohlenstoff, Wasserstoff,Stickstoff und den Sauerstoff der untersuchten Substanzberechnet werden können, wenn durch Versuche bekanntwar, wie viel eine gewisse Menge des Salzes an Sauer-stoff giebt.

Üeberhanpt zur Erkennung brennbarer Beimengun-gen in irgend einem Körper durch Glühung mit diesem