Druckschrift 
1 (1829)
Entstehung
Seite
54
URN (Seite)
  
Einzelbild herunterladen
 

;: HM

54

21. Kaliumoxyd.

drat. Es hat einen eignen, wiewohl schwachen, sogenann-ten laugenhaften Geruch. Sein Geschmack ist feurig.Sein Eigengewicht beträgt 1,70. Es löst fast alle thie-rische Substanzen auf. Es schmelzt bei 360° und {liefstdann wie Wasser. Seine Anflöslichkeil ist sehr grofs,fast noch unter gleichen Theilen Wasser. In Wein-geist etwa = *£££' Es erhitzt sich während der Auf-lösung. Wasserfreies Kaliumoxyd ist nur durch diedircete Verbindung des Kaliums mit Sauerstoff darstell-bar. Durch die Bcriihrungselcctricität, wie auch durchKohlenstoff und Eisen im Feuer, kann es reducirt werden.

Gebrauch.

Zur Auflösung des Aluminiums- und Siüciumoxydsmancher Steinartea auf pyrocheinischem Wege, wo-durch sie dann, für die fernere Behandlung vorbereitet,die übrigen blosgestellten Oxyde nämlich für ihre Men-strna empfänglicher werden, indem sie entweder hydra-tische Nattrr annehmen, als Zirkonium und Titanoxyd,oder auf niedrigere Oxydationsgrade zurückgeführt sind,als Mangan-, Zinn- und Eisenoxyd.

Es befördert die Solution verschiedener fällbarerOxyde zu ternären Verbindungen mit der Weinstein-säure, weil die mit letzterer versetzten Nitrate oder Chlo-ride erst von selbigem getrübt, dann durch einen grö-fsern Zusatz aber wieder geklärt und zur Behandlungmit Hydrothion, um die Abscheidung schwerer Metalledadurch xu bewirken, geschickt gemacht werden, z. B.da, wo sich Calcium-, Aluminium-, Blei-, Eisen-, Ku-pfer, Antimonoxyd, einige selbst mit Schwefel- undPhosphorsäure verbunden, zusammen aufgelöst befinden.

Zur Abtrennung des Cererium-Prot-und Peroxydsaus dem Sulfate derselben- indem Kalium - Gererium-oxydsulfat oder eine ähnliche Verbindung mit dem Per-oxyd niederfällt.

Mit gleichen Theilen Wasser gelöst, wird es häu-fig zur Trennung des Aluminiumoxyds vom Magnium-tind Eisenoxyd etc. gehraucht; man läfst nämlich diedurch Ammoniak bewirkten Präcipitate noch feucht da-mit sieden, und befreiet von dem aufgenommenen er-sten Oxyd, nach der Neutralisation mit Säuren, durchAmmoniak auch Kahumoxydcarbonat, oder versetzt diekaiische Solution sogleich mit Chlorammonium bis sm