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1 (1829)
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5. Chlor.

Mityerfliichtigung ihren Schwefel - nnb Arsenikgehaltverlieren; ferner zur Scheidung des Eisens vom Titan,wie auch zur Bereitung eines eisenfreien Titanoxyds,indem man trocknes Chlorgas über ein Gernenge vonEisentitanoxyd, z. B. Rutil und Kohle streichen Ja'fst:es bildet sich hier erstes Chloreisen in kleinen Schup-pen und flüssiges Chlorlitan, welches durch Destillationoder selbst durch Abgiefsen getrennt werden kann.

Es dient unmittelbar zur Oxydation des Chromsund des Schwefels, z. B. bei der Analyse der Me-teorsteine.

Zur Redlichen des Aluminmoxyds. Trocknes Chlor-gas wird nämlich mit einem Gemenge von Kohle undAlumiumoxyd in Berührung gesetzt, da sich dann un-ter Bildung von Kohlenoxydgas Chloralnmium verflüch-tigt und in der Vorlage krystallinisch ansetzt. Mcrkur-kalium zersetzt das Chlorid, indem Merknralnmiumund Chlorkalium entsteht.

Es entmischt die Hydriodsäure durch Absetzungvon Jod, und ist das empfindlichste Reagens auf sel-bige; nämlich dadurch, dafs man auf einen Brei vonStärkemehl, Schwefelsäure und die zu prüfende Flüs-sigkeit einige Tropfen 'Chlorwasser fallen lasse, unddarauf achte, ob sich an den äufsern Berührungspunk-ten ein blauer Rand zeigt; dieser wird seihst bei An-wesenheit der geringsten Menge jener Substanz sicht-bar werden.

Die rosigte Säure des Harns nimmt durch die Ein-wirkung des Chlorgas eine gelbe Farbe an.

In Wasser gelöstes Eiweifs gerinnt dadurch.

Aechtes gepulvertes Guajackharz wird durch Chlor-wasser augenblicklich grün, dann blau, hierauf braun.Ammoniak färbt es wieder grün, wie es denn dieseFarbe selbst dadurch annimmt. Die geistige Lösungdieses Harzes wird dadurch blau.

Phyllochlor färbt sich, in Aether oder Weingeistgelost, 'dadurch gelb; wird auch wohl in gelben Flockenpräcipiiirt. .

Durch seine Eigenschaft, den Wassersto.it begie-ri°- anzuziehen und dadurch andere Körper oft unmit-telbar zu oxydiren, findet es in der Hand eines ge-wandten Chemikers manche Anwendung.