Maaliöl.
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943. Scheihöl.
Das von P. Jeancard und C. Satie 1 ) beschriebene „Scheihöl"stammte, wie das vorhergehende, aus Algerien und war eben-falls durch Destillation der ganzen Pflanze erhalten worden. Eswar von braunroter Farbe und roch wermutähnlich. d 9 , 5 „ 0,9540;S. Z. 8,4; E. Z. 66,5; E. Z. nach Actig. 129,5. Dieses Ol enthieltetwa 15% Phenole, unter denen der Dimethyläther desPyrogallols (Smp. 51°; Benzoat, Smp. 107 bis 108°) als Haupt-bestandteil aufgefunden wurde. Das von Phenolen befreite Öldestillierte zwischen 175° und 200° und schien Thujon (Oxim,Smp. 54°) und Thujylalkohol zu enthalten.
944. Maaliöl.
Im Jahre 1907 erhielten Schimmel 8f Co. 2 ) von dem Kaiser-lichen Gouverneur von Samoa unter der Bezeichnung „Ma'ali"-Harz 3 ) einen elemiähnlichen Balsam, der bei der Destillationmit Wasserdampf 16 % eines hellgrünen, bei gewöhnlicherTemperatur fest werdenden Öls lieferte. Die Stammpflanze desauf Samoa „Maali" oder „Nafoa" genannten Baumes ist nachH. Thoms 4 ) Canarium samoense Engl. (Familie der Burseraceae).
Maaliöl riecht schwach balsamisch, etwas an Teerosenerinnernd; seine Konstanten waren folgende: « D 4-7° 15', V. Z. 3,3,E. Z. nach Actig. 46,6, löslich in etwa 1 Vol. 90°/oigen und inetwa 3 Vol. 80 "o igen Alkohols. Es verflüssigte sich zwischen65 und 80°. Die Acetylierungszahl fällt trotz des hohen Alkohol-gehalts so niedrig aus, weil beim Erwärmen mit Essigsäure-anhydrid unter Wasserabspaltung eine Sesquiterpenbildung ein-tritt, von der weiter unten noch ausführlicher die Rede sein wird.
Aus der kristallinischen Paste ließ sich durch Absaugeneine färb- und geruchlose Kristallmasse gewinnen, die durchKristallisation aus 70 Vigem Alkohol oder aus Petrolätherseidenglänzende, oft fingerlange Nadeln mit folgenden Eigen-schaften gab. Smp. 105°; [«] D + 18,333°; Sdp. um 260°; E. Z.
J ) Bull. Soc. chim. III. 31 (1904), 478.
») Bericht von Schimmel § Co. Oktober 1908, 79.
3 ) Der Ma'alibalsam wird auf Samoa zum Steifen der Haare und zum Ein-balsamieren der Leichname hoher Häuptlinge benutzt. O.Thiele, Über wirt-schaftliche Verwertung ethnologischer Forschungen. Tübingen 1906, S. 36, Anm.
*) Notizbl. bot. Garten Berlin 27 (1901), 137; Apotheker Ztg. 16 (1901), 822.