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Baldrianöl.
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nach Olivieros Ansicht, für die aber Tatsachen nicht angeführtwerden, noch eine kleine Menge wenig aktiven Citrens (?)anwesend.
Die bei gewöhnlichem Luftdruck oberhalb 180° siedendenAnteile des verseiften Öls enthalten 1-Borneol. Es ist ursprüng-lich im Ol als Ester der Ameisensäure, Essigsäure, Butter-säure und Baldriansäure zugegen; bei weitem die größteMenge ist an Baldriansäure gebunden. Nach ). E. Gerock 1 ) ent-hält das Öl ungefähr 9,5 °/o Baldriansäureester und je 1 °/o desBorneolesters der übrigen drei Säuren.
Die zwischen 132 und 140° (50 mm) siedende Fraktion ent-hält wahrscheinlich Terpineol, das nicht im kristallinischenZustand isoliert werden konnte. Die Bildung von Dipenten-dichlorhydrat läßt aber mit ziemlicher Sicherheit auf Terpineolschließen.
Bei 160 bis 165° (50 mm) geht ein linksdrehendes Sesqui-terpen C 15 H., 4 und bei 190° ein Körper über, dessen Analysenauf C u H M 0 stimmen und der, wie aus seinem Verhalten gegenBenzoesäureanhydrid und Salzsäure hervorgeht, ein Alkohol ist.
Aus dem Wasser, das beim Auswaschen des Öls nach derVerseifung erhalten wurde, schied Oliviero einen in Blättchenkristallisierenden Alkohol der Formel C 10 H„ 0 O ä ab. Dieser iststark linksdrehend und schmilzt bei 132°. Nach F. A. Flückiger-)enthalten die höchst siedenden Fraktionen des Baldrianöls eingegen 300° siedendes, blau gefärbtes Öl.
Lediglich auf Grund der Elementaranalyse glaubte Bruy-lants 3 ) in der von 285 bis 290° übergehenden FlüssigkeitBorneoläther oder Borneoloxyd C 10 H 17 -O-C 10 H L7 vor sich zuhaben, was aber wenig wahrscheinlich ist und jedenfalls nochdes Beweises bedarf.
MEXICANISCHES BALDRIANÖL.
Eine aus Mexico erhaltene, wahrscheinlich von Valeriana mexi-cana DC. abstammende Baldrianwurzel ist von Schimmel 8j Co. 4 )
l ) Joum. d. Pharm, f. Elsaß-Lothringen 19 (1892), 82; Jahresb. f. Pharm.1S92, 445.
-) Aren, der Pharm. 209 (1876), 204.
s ) Berl. Berichte 11 (1878), 452.
4 ) Bericht von Schimmel £( Co. April 1897, 47.
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