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3 (1916)
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627
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Öl von Chione glabra.

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spezifische Gewicht 1,009. Die spezifische Drehung ist [«] D +1,47°(bei 20°, 50 mm Rohr). Bei gewöhnlichem Druck begann dasÖl unter teilweiser Zersetzung bei 204° zu sieden, während esbei einem Druck von 12 bis 15 mm größtenteils zwischen 84und 150° überging. Als Bestandteile des Gardeniaöls hat Paronefolgende Körper nachgewiesen: Benzylacetat, Styrolylacetat(Acetat des Methylphenylcarbinols, C 8 H 6 CH[OCOCH 8 ]CH g ),Linalool, Linalylacetat, Terpineol und Anthranil-säuremethylester.

Das Benzylacetat bildet den Hauptbestandteil des Gardeniaöls,während das dem Öl eigentümliche Aroma vor allem durch dasStyrolylacetat bedingt wird.

854. Öl von Chione glabra.

Herkunft. Der zur Familie der Rubiaceae gehörige Baum,Chione glabra DC., heißt wegen des aromatischen Geruchsseiner Blüten auf der westindischen Insel GrenadaViolette".Auf Puerto Rico führt er den NamenPalo blanco". Das Holzund die Rinde besitzen einen unangenehmen, etwas fäkalartigenGeruch, der sich beim Liegen an der Luft allmählich verliert.

Gewinnung und Eigenschaften. Durch Destillation mit Wasser-dampf läßt sich aus der Rinde nach Angaben von B. H. Paulund A. J. Cownley ] ) ein blaßgelbes ätherisches Öl gewinnen(Ausbeute 1,5 °/o), das schwerer als Wasser ist und beim Abkühlenauf20 c zu einem Haufen nadeiförmiger Kristalle erstarrt.

Zusammensetzung. Das Öl, das in hohem Maße den Geruchder Rinde besitzt, ist von W. R. Dunstan und T. A. Henrynäher untersucht worden'). Es besteht hauptsächlich aus einemflüssigen, bei niederer Temperatur kristallinisch erstarrendenKörper, der bei etwa 160° (34 mm) siedet, das spez. Gewicht0,850 bei 15° besitzt und nach der Formel C 8 H 8 0 zusammen-gesetzt ist. Sein Geruch ist aromatisch und schwach fäkalartig;mit Acetanhydrid liefert er einen bei 88° schmelzenden Essig-ester. Mit Hydroxylamin und Phenylhydrazin entstehen Ver-bindungen, die das Vorhandensein einer Carbonylgruppe anzeigen;

x ) Pharmaceutical Journ. 61 (1898), 51.*) (ourn. ehem. Soc. 75 (1899), 66.

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