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Familie: Labiatae.
brauner Farbe und nicht unangenehmem, ysopartigem Geruch.Die Konstanten des Öls sind folgende: d 15 „ 0,9010, a B — 7°55',S. Z. 6,4, E. Z. 18,3, E. Z. nach Actig. 58,4; löslich in 0,4 u. m. Vol.90"/eigen Alkohols; es destillierte bei 4 mm Druck zwischen31 und 120° über. An Bestandteilen wurde mit Sicherheit Cineolnachgewiesen, außerdem scheint es etwas Sabinen und ein Chinonzu enthalten, worauf aus der tiefbraunen Farbe der zwischen50 und 86° (4 mm) siedenden Fraktion zu schließen ist.
Ein von H. Haensel 1 ) hergestelltes Öl (Ausbeute 0,36°/o)von den Eigenschaften: d 20 . 0,8993, S.Z. 5, E. Z. 20,8, E. Z. nachActig. 56,5, enthielt Palmitinsäure, Pinen, Cineol, einSesquiterpen und wahrscheinlich einen leicht zersetzlichenSesquiterpenalkohol.
Aus den Samen destillierte H. Haensel 2 ) 0,47 °/o eineshellbraunen Öls von einem strengen, gewürzhaften Geruch.d 16 . 0,8960; S. Z. 7,41; E. Z. 24,0; E. Z. nach Actig. 40,0.
Familie: LABIATAE.
765. Rosmarinöl.
Oleum Rorismarini. — Essence de Romarin. — Oil of Rosemary.
Herkunft. Der zur Familie der Labiatae gehörende Rosmarin-strauch, Rosmarinus officinalis L., ist im ganzen Mittelmeer-gebiet verbreitet.
Gewinnung. Man unterscheidet im Handel hauptsächlich dreiSorten Rosmarinöl, das italienische, das französische und dasspanische.
Das italienische oder richtiger dalmatische Rosmarinölwird auf den an der dalmatischen Küste gelegenen Inseln Lissa,Lesina, Solta und Torcola, auf denen der Rosmarin wild wächstund große Strecken Landes bedeckt, gewonnen 3 ). Wenn es not-wendig ist, wird der Bestand dort durch Anpflanzungen erhaltenoder vermehrt.
') Chem. Zentralbl. 1909, I. 1477.-) Ibidem 1910, I. 1612.
3 ) Vgl. auch C. O. Cech, Dinglers Polytechn. Journal 229 (1878), 466 undBericht von Schimmel 8j Co. Oktober 1896, 69; April 1903, 70.