Öl von Eugenia apiculata.
225
vor, daß der von 155 bis 157° siedende Kohlenwasserstoffd-a-Pinen ist.
Die um 176° siedende Fraktion (15%) besteht aus Cineol, wieaus der Bildung des sich bei Bromzusatz in roten Kristallen ausder Petrolätherlösung abscheidenden Cineoldibromids C 10 H ls OBr„dargetan wurde.
Etwa 10°/o des Öls gehen bei der Destillation von 220 bis280° über. Die Zusammensetzung dieses Anteils ist noch nichtfestgestellt.
514. Öl von Eugenia jambolana.
Aus den „Jambul seeds" genannten Samen von EugeniaJambolana Lam., einer in Ostindien vorkommenden Myrtacee,isolierten F.B.Power und T. Callan 1 ) 0,05 ° o flüchtiges Öl
von den Eigenschaften: df£0,9258,
5° 42'. Es hatte eine
blaßgelbe Farbe und roch angenehm. Der Siedepunkt lagzwischen 145 und 155° (25 mm).
515. Öl von Eugenia apiculata.
Unter dem Namen „Arrayan" ist in Chile eine Droge be-kannt, die sowohl gegen Diarrhöe als auch gegen Lungenleidenangewandt wird und sich unter den Einwohnern großer Beliebt-heit erfreuen soll. Nach O. Tunmann 2 ) sind es die jungenBlätter eines Bäumchens aus der Familie der Myrtaceen, Eugeniaapiculata DC, ungefähr 15 mm lang und 10 mm breit. Sie ent-halten außer einem glucosidartigen Gerbstoff auch ein ätherischesÖl, dem insbesondere die Heilwirkung zuerkannt wird. Schimmel2j Co. 1 ) verarbeiteten einen Posten derartiger Blätter und erhieltenin einer Ausbeute von 1,27 °/o ein Öl von brauner Farbe, das imGeruch dem Myrtenöl ähnelte. Seine Konstanten waren folgende:d 16 .0,8920, a D + 12°40', n DS0 „ 1,47821, S. Z. 5,5, E.Z. 25,8, E. Z.nach Actig. 65,3, löslich in 0,5 und mehr Volumen 90°/oigenAlkohols, aus der verdünnten Lösung scheidet sich Paraffin ab;in 10 Volumen 80°/oigen Alkohols ist das Öl nicht löslich.
x ) Pharmaceutical Journ. SS (1912), 414.
2 ) Pharm. Zentralh. 50 (1909), 887.
3 ) Bericht von Schimmel 81 Co. Oktober 1910, 135.
Gildemeister, Die ätherischen Öle. III.
15