Guajavenblätteröl.
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Kali erhalten. Durch Überführung in den bei 116° schmelzendensauren Phthalsäureester konnte das Myrtenol von beigemengtenandern Alkoholen, z. B. Geraniol und Nerol'), getrennt werden.Aus dem Phthalsäureester erhält man das Myrtenol als ein dick-flüssiges, farbloses Öl von Myrtengeruch. Sdp. 220 bis 221°(751 mm); 79,5 bis 80° (3,5 mm); d JV ,0,985; «„ + 49°25'. Esläßt sich quantitativ acetylieren.
Seine Konstitution (siehe Bd. I, S. 408) ist von F. W. Semmlerund K. Bartelt-) aufgeklärt worden.
Myrtenol wurde früher viel zur Darstellung von „Myrtol",wie die von 160 bis 180° siedende Fraktion bezeichnet wird, ver-wendet. Die dem Myrtol nachgerühmte antizymotische unddesodorierende Wirkung s ) dürfte wohl hauptsächlich auf seinenGehalt an Cineol zurückzuführen sein.
501. Ol von Myrtus Pseudocaryophyllus.
Die Blätter von Myrtus Pseudocaryophyllus Gomez (Pseudo-caryophyllus ser/ceus Bg., Familie der Myrtaceae) enthaltenetwa 0,7 °/o eines nelkenartig riechenden Öls. d le „ 0,9487 4 ).
502. Guajavenblätteröl.
Der Guajavenbaum (Psidium Guayava Raddi, Familie derMyrtaceae), ist im tropischen Amerika heimisch und trägtfleischige Beerenfrüchte, die roh und eingemacht gegessen werden.Die Blätter („D/amboe"- Blätter) sollen gekaut gegen Zahn-schmerzen helfen und nach Altan"') 0,36° o, nach Th. Peckolt")0,09 °/o ätherisches Öl geben vom spez. Gewicht d 15 „ 1,069 unddem Siedepunkt ca. 237°.
Aus Santiago de Cuba erhielten Schimmel 8j Co. 7 ) einGuajavenblätteröl, das in einer Ausbeute von 0,2 ° o gewonnen
') Fr. Elze, Chem. Ztg. 34 (1910), 857.
! ) Berl. Berichte 40 (1907), 1363.
3 ) Bräutigam u. Nowack, Pharm. Ztg. 35 (1890), 224.
4 ) Th. Peckolt, Berichte d. deutsch, pharm. Ges. 13 (1903), 355.
"') L'Union Pharmaceutique 1904, 494; Chemist and Druggist f>6 (1905), 14.
") Berichte d. deutsch, pharm. Ges. 13 (1903), 346.
7 ) Bericht von Schimmel 8j Co. April 1!)10, 124.