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3 (1916)
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Lindenblütenöl.

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stand. Der feste Körper konnte durch Ausfrieren gewonnenwerden; nach dem Umkristallisieren aus Essigsäure und ausAlkohol wies er folgende Kennzahlen auf: Formel C 1B H 2B 0, Smp.82 ,Sdp. 164 bis 166° (17 mm), Mol.-Gew. ber. 222, gef. 232^ 228, [a] D1 ,in absolutem Alkohol -f- 30". Eyken gab ihm den Namen Gony-stilol. Durch Kochen mit Ameisensäure ging der Alkohol inein Sesquiterpen C 16 H M , Gonystilen, über vom Sdp. 137 bis 139(17 mm); d L70,9183; [a] D1 ,, in absolutem Alkohol 40; Mol.-Refr.gef. 66,7, ber. für C lr) H. n O ., 66,15. Bemerkenswert ist, daß Guajoloder Guajen dieselbe, aber entgegengesetzte optische Drehunghaben. Mit Salzsäure und mit Brom wurden nur ölige Additions-produkte erhalten. Bei der Behandlung mit Eisessig-Schwefel-säure nach Bertram und Walbaum entstand kein Alkohol, dasTerpen wurde zum größten Teil unverändert zurückerhalten.

In dem in einer Ausbeute von 1,3 °/o erhaltenen Öl einesandern wohlriechenden, von Makassar stammenden Holzes, dasebenfalls alsf(a/oe garoe" bezeichnet wird, dessen botanischeHerkunft aber unbekannt ist, konnte Eyken Guajol nachweisen.

Familie: TILI ACE ÄE.

477. Lindenblütenöl.

Lindenblütenöl 1 ) wird dargestellt, indem man das durchDestillation frischer Lindenblüten erhaltene Wasser mit Kochsalzversetzt und mit Äther ausschüttelt. Nach dem Verdunstendieses bleiben 0,038 " o Öl zurück. Lindenblütenöl ist farblos,sehr dünnflüssig, ziemlich flüchtig und besitzt den Geruch derfrischen Blumen in hohem Grade. In Äther und Alkohol ist esin jedem Verhältnis löslich.

Der einzige bekannte Bestandteil des Öls ist Farnesol' 2 ),C 16 H 24 0 (s. Bd. I, S. 416), ein aliphatischer Sesquiterpenalkohol,dessen Konstitution von M. Kerschbaum 3 ), C. Harries undR. Haarmann 4 ) aufgeklärt worden ist.

>) Winckler, Pharm. Zentralbl. 1837, 781.

'-) Haarmann u. Reimer, D. R. P. 149603; Chem. Zentralbl. 1904, 1.975.

') Berl. Berichte 46 (1913), 1732.

4 ) Ibidem 1737.