Schinusöle.
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in 98°/oigem Alkohol, bei Zusatz von 2 Vol. und mehr starkeTrübung.
Zusammensetzung. Durch Einleiten von Salzsäure in dieniedrigst siedenden Anteile des Öls erhielt G. Spica 1 ) ein festes,bei 115° schmelzendes Monochlorhydrat, dessen Bildung wahr-scheinlich auf «-Pinen zurückzuführen ist. Ein Nitrosochloridkonnte aus der bis 170° siedenden Fraktion eines von E. Gilde-meister und K. Stephan 2 ) untersuchten Öls nur in minimalerMenge erhalten werden, woraus hervorgeht, daß nur ein kleinerTeil des Öls, schätzungsweise höchstens ' -i " o, aus Pinen bestehenkann. Die Hauptmasse siedete von 170 bis 174 D (d 0,839;a D 60° 21') und gab mit Natriumnitrit und Eisessig eine kräftigePhellandrenreaktion. Wie aus dem optischen Verhalten derverschiedenen Kristallisationen des Nitrits hervorgeht, ist dasPhellandren des Schinusöls ein Gemenge von viel Rechts- mitsehr wenig Links-Phellandren. Nach Wallach 1 ) besteht esin der Hauptsache aus d-«-Phellandren, möglicherweise ist aberauch etwas ^'-Phellandren zugegen.
Durch Alkali läßt sich aus dem Öl ein Phenol ausschütteln,das Spica wegen des bei 156° liegenden Schmelzpunktes seinesNitrits für Thymol 4 ) ansprach. In dem von Gildemeister undStephan untersuchten Öl war Carvacrol (Isocyanatverbindung,Smp. 140 ), jedoch kein Thymol enthalten.
Spica beobachtete in der von 180 bis 185° siedenden Fraktion,die längere Zeit dem Licht ausgesetzt gewesen war, einen kristal-linischen, bei 160° schmelzenden Körper und vermutete dessenIndentität mit dem von Sobrero zuerst aufgefundenen PinolhydratC 10 H lfi O,H. 2 O, was aber ausgeschlossen ist, da Pinolhydrat schonbei 131° schmilzt.
ÖL DER BLÄTTER.
Eigenschaften. Bei einem in Mexico destillierten Öl"') wurdegefunden: d 15 „ 0,8583, «„ + 44° 50', n M0 . 1,47665, E. Z. 7,2. Ein
') Gazz. chim. ital. 14 (1884), 204; Jahresber. d. Chem. 37 (1884), 1462.-) Arch. der Pharm. 285 (1897), 589.
3 ) Nachr. K. Ges. Wiss. Göttingen 1905, Heft 1, 2; Chem. Zentralbl. 1905,674.
4 ) Nitrosocarvacrol schmilzt bei 153°.
■ r ') Bericht von Schimmel § Co. April 1908, 124.
Gildemeister, Die ätherischen Öle. III. 11