Westindisches Sandelholzöl.
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der englischen botanischen Literatur keine Art der Rutaceen derBeschreibung der westindischen Sandelholzpflanze entsprach, sohatte sie Holmes für eine neue Art angesprochen.
Das Holz, das keine Ähnlichkeit mit dem ostindischenSandelholz hat, besteht aus daumen- bis armdicken Knüppeln.Es ist weiß und hart und mit einer grauen Rinde bedeckt. Deranatomische Bau des Holzes ist von Petersen und von Kirkby 1 )studiert und beschrieben worden.
Das gut zerkleinerte Holz gibt bei der Destillation 1,5 bis3,5% Öl.
Eigenschaften. Dickes, zähes Öl von schwachem, wenigangenehmem Geruch. d 16 „0,950 bis 0,970; a D -f-19 bis +29°,selten niedriger; n Da0 .1,508 bis 1,513; S.Z. bis 3,0; E.Z. bis 6,0;E. Z. nach Actig. 66 bis 125, entsprechend 27 bis 55% Amyrol(C 15 H. 26 0). Die Verseifung des acetylierten Öls muß mit einemgroßen Überschuß von Alkali erfolgen; ihre Dauer betrage2 Stunden, da bei kürzerer Verseifung richtige Zahlen nichterhalten werden. Löslich in 1 Vol. oder auch weniger 90°/oigem,manchmal auch schon in 2 bis 10 Vol. 80%>igem Alkohol.
Zusammensetzung. W. Duliere-) hatte nach dem Kochendes Öls mit Essigsäureanhydrid eine Verseifungszahl gefunden,die einem Gehalt von 41,93% an einem Alkohol C 15 H 29 0 ent-sprach. Daraufhin ist der Alkohol von H. von Soden 3 ) isoliertund Amyrol genannt worden. Er bildet eine fast farblose,zähe Flüssigkeit, die sich in 3 bis 3% Teilen 70% igen Alkoholsklar auflöst. d 16 ,0,980 bis 0,982; « D +27°. Siedepunkt bei 748 mmDruck 299 bis 301°, bei 11 mm Druck 151 bis 152°.
Mit Phthalsäureanhydrid läßt sich Amyrol nicht verestern,weil es unter Wasserabspaltung zersetzt wird, ebensowenig ver-läuft die Acetylierung quantitativ.
Später haben H. von Soden und W. Rojahn 4 ) gefunden,daß das Amyrol kein einheitlicher Körper ist, sondern daß essich durch oft wiederholtes Fraktionieren in verschiedene Alkoholetrennen läßt. Die höher siedende, in größerer Menge vorhandene,
') Pharmaceutical )ourn. III. 1(> (1886), 757, 821, 1065.
'') Bull, de l'academie roy. de med. de Belgique IV. 11 (1897), 768.
3 ) Pharm. Ztg. 45 (1900), 229.
*) Ibidem 878.
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