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in toxicologischen Fällen.
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dann eine deutliche, durch einen weissen oder gefärbten ^Niederschlag ver-ursachte Zone bemerkbar machen. Tritt mit keinem der im Sachstehendennamhaft gemachten allgemeinen Alkaloidreagentien eine derartige Beaction ein,so sind Pflanzenbasen in dem TJntersuchungsobject nicht vorhanden.
Die empfindlichsten der allgemeinen Alkaloidreagentien sind: Phospho-molybdänsäurelösung (s. I. anorgan. Theil, S. 884); Phosphowolfram-säurelösung (s. I. anorgan. Theil, S. 886); Jod-Jodkaliumlösung (aus5 Thln. Jod, 10 Thln. Jodkalium und 100 Thln, Wasser bereitet); Gerbsäure-lösung (aus 1 Thl. Gallusgerbsäure, 8 Thln. "Wasser und 1 Thl. Alkohol be-reitet); "SVismuthjodid-Jodkaliumlösung*); Quecksilberjodid-Jod -kaliumlösung (s. I, anorgan. Theil, S. 963); und Kalium-Cadmiumj odid-lösung (s. I. anorgan. Theil, S. 725). "Weniger empfindlich als die vorstehendenEeagentien sind: wässerige Pikrinsäurelösung (1:100); Platinchlorid-lösung (1 : 20); Goldchloridlösung (1:20); Quecksilberchloridlösung(1 : 20) und andere.
Ist durch das Verhalten des Verdunstungsrückstands gegen die allgemeinenAlkaloidreagentien die Anwesenheit einer Pflanzenbase in demselben nach-gewiesen, so unterwirft man ihn behufs weiterer Prüfung zunächst in der oben(S. 1259) angedeuteten "Weise einer Peinigung und sucht dann, falls nicht dieArt des Todes oder andere Anhaltspunkte auf ein bestimmtes Alkaloid hin-weisen, in dem Verhalten, welches je eine sehr geringe Menge der fraglichen,zuvor sorgfältig gereinigten Pflanzenbase gegen reine Schwefelsäure vomspecif. Gewicht 1,840, gegen reine Salpetersäure vom specif. Gewicht 1,40,gegen das Erdmann'sche Reagens (ein Gemisch aus 10 Tropfen sehr ver-dünnter Salpetersäure [10 Tropfen Salpetersäure von 30 Proc. HXO s auf100 com Wasser] auf 20 g reiner concentrirter Schwefelsäure), gegen dasProehde'sche Eeagens (concentrirte reine Schwefelsäure, die in jedemCubikcentimeter 0,01g molybdänsaures Natrium oder Ammonium enthält**)und gegen Vanadinschwefelsäure (1 Thl. vanadinsaures Ammonium in200 Thln. reiner Schwefelsäure vom specif. Gewicht 1,840, frisch bereitet),zeigt, weiteren Aufschluss über die Istatur desselben zu gewinnen. Zu diesemZweck verreibt man mittelst eines dünnen Glasstabs je eine sehr geringeMenge des gereinigten Alkaloids auf je einem Uhrglas mit einem Tropfender betreffenden Eeagentien und beobachtet gegen einen weissen Untergrunddie Farbenerscheinungen, welche sofort oder nach kürzerer oder längerer Zeiteintreten. Ist auf letztere Weise das Vorhandensein eines bestimmten Alkaloidswahrscheinlich gemacht worden, so ist die Anwesenheit desselben durch seinVerhalten gegen Specialreagentien, sowie wenn irgend möglich auch durchseine physiologische Wirkung noch weiter zu beweisen.
*) Darstellung des W i s m u thj od id- J o dk al i um s (K. Kraut). Manlöst einerseits 80 g Basisch - Wismuthnitrat in 200 ccm reiner Salpetersäure von1,18 specif. Gewicht, andererseits 277g Jodkalium in wenig Wasser, und giesst dieWismuthlösutig langsam und unter Umschütteln in die Jodkaliumlösung, wobei sichder anfangs entstehende braune Kiederschlag zur gelbrothen Flüssigkeit löst. Aus dieserlässt man durch starkes Abkühlen den gebildeten Salpeter möglichst auskrystallisiren,beseitigt die Krystalle und füllt die Flüssigkeit zu einem Liter auf. Die Wismuthjodid-Jodkaliumlösung ist im Dunkeln aufzubewahren, da sie am Licht allmälig Wismuth-jodid ausscheidet. Die derartig bereitete Lösung enthält 0,054 bis 0,057 g Wismuthin 1 ccm.
**) Das Froehde.' sehe Reagens ist vor jedem Gebrauch durch gelindes Er-wärmen frisch zu bereiten !