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2 (1896) Organische Chemie
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Tliieröl.

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Zahl von Isomeren. Die als Parvolin: C 9 H 13 N, Siedep. 188" C, Coridin:c io H i5 N) Siedep. 211° C, Bubidin: O n H 17 N, Siedep. 230° C, Viridin: C 12 H 19 N,Siedep. 251° C. bezeichneten Basen des Steinkohlentheeröls sind jedenfalls keineeinheitlichen chemischen Individuen.

Die sämmtlichen alkyllrten Pyridine, wie z. B. die Picoline, Lutidine,Collidine, werden durch Behandlung mit Natrium in alkoholischer Lösung inalkylirte Pyperidine (s. dort) übergeführt, z. B.:

C 5 H«(CH 3 )N + 6H = C 5 H 9 (CH3)NHMethylpyridin Methylpiperidin.

Phenylpyridine: C B H' i (C c H 5 )N', sind in dreiisomeren bekannt, a- und/3-Phenylpyridin entstehen aus u- und ß -Naphtochinolin durch Oxydationund Erhitzen der hierbei zunächst gebildeten Phenylpyridindicarbonsäuren mitAetzkalk. Oelige Flüssigkeiten, die beide gegen 270°C. sieden. y-Phenyl-pyridin bildet farblose, bei 77° C. schmelzende Krystalle. Letztere Verbin-dung wird aus Acetessigäther und Benzaldehyd, entsprechend dem Collidin(s. S. 1221), dargestellt.

Thieröl,Oleum animale, Animalischer Theer.

Bei der trockenen Destillation stickstoffhaltiger, organischer Körper, wieLeder, Haare, Wolle, Knorpel, Leim etc., wird neben Ammoniak und Ammonium-carbonat eine braunschwarze, dickflüssige, theerartige Masse von unangenehmemGeruch erhalten, welche gegenwärtig als Oleum animale foetidum nur nocheine beschränkte Anwendung in der Veterinärpraxis findet. In dem Thieröl,welches durch trockene Destillation des in dem Knochen enthaltenen Knorpels,Leims und Fetts erhalten wird, sind ausser Ammoniumsalzen, Aminbasen(Methylamin, Aethylamin, Propylamin, Butylamin, Amylamin etc.), Harzen etc.enthalten die Nitrile (s. S. 696) der Propionsäure, der Buttersäure, der Valeriansäure, der Caprinsäure, der Capronsäure, der Isocapronsäure, der Palmitinsäureund der Stearinsäure, ferner Pyrrol: C«H*.NH, Methylpyrrol: C*H 3 (CH 3 ).NH,Dimethylpyrrol: CH 2 (CH 3 ) 2 . NH; Kohlenwasserstoffe von der Zusammen-setzung: C 9 H 14 , C 10 H 18 , C ll H 18 ; Pyridin: C 5 H 5 N, Picolin: C 6 H 7 N, Lutidin:C 7 H' J ]Sf, und andere Pyridinbasen; Chinolin: C 9 H 7 N, und andere Chinolinbasen;Phenol: C 6 H 6 .OH, Toluol: C 6 H 5 . CH 3 , Aethylbenzol: G 6 H 5 .C 2 H 6 , Naphtalin:C 10 H 8 , und andere Kohlenwasserstoffe.

Aetherisches Thieröl, Oleum animale aeiherum , Oleum animaleDippelii. Unterwirft man den rohen animalischen Theer in einer mit Kühl-vorrichtung versehenen Betorte bei gelinder Wärme im Sandbad der Destilla-tion , so gehen etwa 30 bis 40 Proc. davon in Gestalt eines dünnflüssigen,nahezu farblosen Oels von unangenehmem Geruch und von brennendem Ge-schmack über, während sich in dem Betortenhalse Ammoniumcarbonat ab-scheidet. Ein derartiges Liquidum, welches die im Vorstehenden namhaftgemachten Verbindungen im Wesentlichen enthält, wurde früher als Oleumanimale Dippelii arzneilich angewendet. Die Pharm, r/erm. Ed. I Hess jedochjenes Oel noch mit der vierfachen Menge Wasser mischen und es alsdann vonNeuem so lange der Destillation unterwerfen, als es noch farblos oder dochnur wenig gelblich gefärbt übergeht. Nach der Klärung des Destillats solltehierauf das auf dem Wasser schwimmende Liquidum von letzterem getrenntund alsdann in kleinen, ganz gefüllten, gut verschlossenen Flaschen, geschütztvor Licht, zum arzneilichen Gebrauch aufbewahrt werden. Das auf diese Weise