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2 (1896) Organische Chemie
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Pyridinbasen.

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C'H'NH + 2 CH 3 . ONa -f CH 2 J 2 + 2 Na J -f 2 CH 3 . OH -f C 5 H 6 NPyrrol Pyridin.

"Wird Pyrrol unter den gleichen Bedingungen mit Chloroform oder Bromo-form erhitzt, so wird Monochlor-, bezüglich Monobrompyridin gebildet.

4. Durch Einwirkung von 1 Mol. Aldehyd und 1 Mol. Aldehydammoniakauf l.Mol. Acetessigäther entsteht Lutidincarbonsäureäther, aus welchem durchVerseifung mit Kalilauge und darauf folgende Destillation der Lutidincarbon-säure mit Aetzkalk Lutidin gewonnen werden kann:CH 3 CH 3

-CO . 0C 2 H 5 _ CHC=CCO.OC 2 H 5 -f 3H 2 0

~ CHN=CCH 3 + 2 H

Acetessigäther Lutidincarbonsäureäther

CH 3COH

COH CH 2 -*~ NH 3 "" COCH 3

5. Durch Erwärmen von 2 Mol. Acetessigäther mit 1 Mol. eines Aldehydsund 1 Mol. Ammoniak in alkoholischer Lösung entstehen hydrirte Dicarbon-säureäther von Pyridinbasen:

CH 3

C 2 H B O.OCCH 2 COH

3 HCCOAcetessigäther

CH 2CO.OC 2 H B

NH 3 + COCH 3

Acetessigäther

CH 3

C 2 H B 0. OCCCHCCO . OC 2 H 6

3 H C0NHCC H 3Hydrocollidindicarbonsäureäther

+ 3H 2 0.

Letzterer Aether spaltet bei der Behandlung mit salpetriger Säure zweiAtome Wasserstoff ab und geht hierdurch in Collidindicarbonsäureäther über,aus welchem dann das Collidin selbst dargestellt werden kann (vergl. 4.).

6. Wird salzsaures Pentamethylendiamin (s. S. 672) der trockenen De-stillation unterworfen, so wirdPiperidin (Hexahydropyridin) gebildet, welchesdurch vorsichtige Oxydation (s. Piperidin) in Pyridin verwandelt werden kann:

p 2 /CH 2 -CH 2 -NH 2 , pbil ^CH 2CH 2NH 2 -r a - (jlPen tarn eth ylen di amin

CH 2 <^Zch 2>NH + 30

NH 4 C1 + CHk{!jLcH! >NH

= 3H 2 0

ch<

Piperidin

CH=CH-CHCH^

3N.

Soweit diese Basen sich nicht auf synthetischem Wege oder durch Zer-setzung von Alkaloiden darstellen lassen, werden dieselben aus den Productender trockenen Destillation der Knochen, dem animalischen Theer, Oleum animalefoetidum, gewonnen. Zu diesem Zweck schüttle man den animalischen Theermit verdünnter Salzsäure, zerlegt die in Lösung gehenden salzsauren Salzejener Basen durch Aetzkali und sucht die hierdurch wieder abgeschiedenenfreien Basen durch oft wiederholte, fractionirte Destillation von einander zuscheiden.

Eigenschaften. Die Pyridinbasen sind farblose, stark alkalischreagirende, unzersetzt destiflirbare Flüssigkeiten von stechendem Geruch.Die kohlenstoffärmeren Basen sind in "Wasser leicht löslich, die kohlen-stoffreicheren lösen sich in Wasser nur wenig oder gar nicht auf. MitSäuren verbinden sie sich, ähnlich wie die Aminbasen (siehe S. 663),