Moringerbsaure, Thee.
1215
■wässerige Lösung fällt Bisenoxydsalze sohwarzgriin. Schmelzendes Kalihydratspaltet die Moringerbsaure in Phloroglucin und Protocatechusäure. Die gleicheZersetzung findet beim Kochen mit starker Kalilauge, sowie heim Erhitzen mit
Die Hauptverfälschung des Thees besteht in einem Zusatz von bereits extrahirten
und wieder getrockneten Theeblättern, sowie von anderen gerbstoffhaltigen Blättern, wievon Weiden, Pappeln, Erdbeeren, Epilobium angustifolium, Schlehen, Rosen, Eschen etc.
Fi e . 96.
Zotte eines Blattzahns, 300 fache
Vergrösserung.
(Junges Blatt von Peccothee.)
Blätter von TJiea chinansis L. var. viridis,a kaum entfaltet, b halb ausgewachsen, c vollständig ausgebildet.
Erstere Verfälschung kennzeichnet sich durch geringen Extract-, Gerbstoff- und Coffein-gehalt, letztere, nach dem Aufweichen in warmem Wasser, durch die Form. Die aus-gewachsenen Theeblätter charakterisiren sich ferner durch die eigentümlichen, dick-wandigen Spicularzellen (Fig. 94), welche sich im Parenchym nahe den Mittel - und
Fig. 97.
Haar des Blattes von Thea (kleines Exemplar), Vergrösserung 300.
stärkeren Seitenrippen befinden. Diese Spicularzellen fehlen den jüngeren Blättern,welche die feinen Pecco- und Imperialsorten bilden. Bei letzteren sind die stets wohlerhaltenen Zotten der Blattzähne (Fig. 96) und die zahlreichen, eigenthümlichen Haare(Fig. 97) für die Erkennung von Bedeutung. Die Spicularzellen werden durch Auf-weichen der Theeblätter in verdünnter Kalilauge sichtbar gemacht.