K autschuk.
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Zur Ermittelung des specifischen Gewichts schneidet man das Kautschukin dünne Streifen, kocht dieselben zur Entfernung der Luft mit Wasser ausund "bestimmt dann das specifische Gewicht im Pyknometer oder in einer ähn-lichen "Weise wie heim "Wachs (s. S. 590). Eür Kautschuk, das schwerer alsWasser ist, henutzt man Chlorcalciumlösung. Gute Kautschuksorten schwimmenauf "Wasser, jedoch ist aus dem Schwimmen oder Untersinken allein einzuverlässiger Schluss auf die Qualität des Kautschuks nicht zu ziehen, da einer-seits Zusätze von Korkmehl oder Sägespänen auch das specifische Gewicht er-niedrigen und andererseits ein geringer Zusatz von Schwerspath das specifischeGewicht mehr beeinfiusst, als ein grösserer Zusatz von Talk, Kreide etc. Esist daher zur Sicherheit neben der Bestimmung des specifischen Gewichts auchnoch eine Bestimmung des Aschengehalts, bezüglich eine Prüfung des heimLösen des Kautschuks in Chloroform oder Terpentinöl verbleibenden Bückstandserforderlich. Fabrikate, die ein höheres specifisches Gewicht als 1,2 habensind als geringwertig zu verwerfen.
Zur Bestimmung des Aschengehalts imprägnirt man eine gewogene Mengedünner Kautschukschnitzel (1 bis 2 g) mit gesättigter Ammoniumnitratlösungund trägt dieselben dann nach dem Trocknen allmälig in einen schief liegenden,glühenden Porcellantiegel ein. Um die Asche weiss zu erhalten, fügt manschliesslich noch kleine Mengen trockenen Ammoniumnitrats zu. Hat einevorhergegangene Prüfung des Kautschuks die Gegenwart grösserer MengenCalciumcarbonats in demselben ergeben, so ist die Asche vor der Wägung nochmit concentrirter Ammoniumcarbonatlösung zu durchfeuchten, die Masse ein-zudampfen und nochmals schwach zu erhitzen.
Der Aschengehalt der Kautschukwaaren schwankt innerhalb von sehrweiten Grenzen (von 5 bis 50 Proc. und mehr), ohne dass die elastischen Eigen-schaften derselben sich hierdurch in hohem Grade ändern. Da gutes Para-Kautschuk nur wenige Procente Asche enthält, so liefert der Aschengehaltimmerhin einen wichtigen Anhalt für den Verkaufswerth der Kautschuk-waaren.
Die Qualität der Zusätze ergiebt sich im Kautschuk durch qualitativePrüfung der Asche oder durch Zerstörung der dünnen Kautschukschnitzel durchErhitzen mit Salpetersäure von 1,41 specif. Gewicht und Untersuchung desBeactionsproducts nach dem Eindampfen.
Eine genaue Bestimmung des Schwefels im vulcanisirten Kautschukist mit Schwierigkeiten verknüpft, weil sich der Schwefel darin gleichzeitig alssolcher und in verschiedenen Verbindungsformen findet. Der Gesammt-schwefel ergiebt sich, indem man lg möglichst zerkleinerten Kautschuks mit1 g Magnesia usta, 1 g Magnesiumnitrat, 1 g Ammoniumnitrat und 1 g Katrium-carbonat innig mischt, diese Mischung in einen tiefen Porcellantiegel bringt undnoch mit der Mischung obiger Salze bedeckt. In dem schief gelegten, bedecktenTiegel wird dann zunächst der obere, dann der untere Theil und schliesslichdas Ganze bis zum Weisswerden geglüht. Die gebildete weisse Masse wirdhierauf mit etwa 300 ccm heissen "Wassers extrahirt, in dem Piltrat, nach demAnsäuern mit Salzsäure, die Schwefelsäure als Baryumsulfat bestimmt.
Auch nach dem Verfahren von Carius (s. S. 14), lässt sich, unter An-wendung von 0,5 bis 1 g einer gut zerkleinerten Durchschnittsprobe, der ge-sammte Schwefelgehalt des Kautschuks bestimmen.
Der Vulcanisirungsschwefel ergiebt sich, indem man von dem Ge-
sammtschwefel den in Form von Sulfaten (Ba SO 4 , Ca SO 4 ) vorhandenen Schwefel,
nach Bestimmung desselben in der Asche, in Abzug bringt. Bei Gegenwart
von Calciumcarbonat im Kautschuk kann jedoch bei dem Einäschern Calcium-
Schmidt, pharmaceutische Chemie. II. yg