Azofarbstoffe.
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fälltes Schwefelkupfer, Kupferacetat, Kaliumpermanganat, Cer- und Vanadin-salze etc.
Auf diese oder ähnliche "Weise werden erzeugt das sogenannte Jetolin,das Indigschwarz, der schwarze Indig, das Lukasschwarz etc.
Die Salze des Violanilins: C 18 H 15 N 3 , welche aus den Rückständen derFuchsinfabrikation dargestellt werden, färben Seide und Wolle nur blauschwarzmit einem Stich ins Violette; die aus dem gleichen Material gewonnenen Salzedes Mauvanilins: C 19 H 17 N 3 , färben malvenblau.
Um einzelne der Anilinfarben in Wasser leichter löslich zu machen — inWasser lösliche Anilinfarben — führt man dieselben in die Alkalisalzevon Sulfosäuren über. Zu diesem Zweck erwärmt man die Anilinfarbstoffemit concentrirter oder rauchender Schwefelsäure und bewirkt auf -diese Weiseden Eintritt des Sulfonsäurerestes S0 3 H in den aromatischen Kern des Farb-stoffs. Die gebildeten Farbstoffsulfonsäuren werden alsdann durch Wassergefällt, mit Wasser gewaschen und schliesslich durch Neutralisation mit Alkali-carhonat in die in Wasser leicht löslichen Alkalisalze verwandelt. Auf dieseArt sind z. B. hergestellt das sogenannte S äure -Fuchsin, das Alkali-,Wasser- oder Chinablau (aus Triphenylrosanilin), das Violett S. (ausMethylanilinviolett) und das lösliche Malachitgrün etc.
II. Azofarbstoffe.
Als Azofarbstoffe fasst man eine grosse Anzahl prächtiger Farbstoffe zu-sammen, welche durch Einwirkung von Diazoverbindungen auf aromatischeAmine oder Phenole, oder durch Umsetzung von Amidoazoverbindungenresultiren.
Als Anilin gelb, Säuregelb oder Echt gelb findet das Natriumsalzder Sulfosäure des Amidoazobenzols (s. S. 902) Verwendung.
Das Natriumsalz der Dimethylamidoazobenzolsulfosäure: Na SO 3 —C 6 H 4 —N=N—C 6 H 4 .N(CH 3 ) 2 , findet als Tropaeloin D, Orange III, Methylorangeund Helianthin in der Färberei und als Indicator in der Alkalimetrie Ver-wendung. Goldgelbe, in heissem Wasser leicht lösliche Blättchen. Durch Ein-wirkung von Diazobenzolsulfosäure auf Dimethylanilin entstehend.
Ueber das Dimethylamidoazobenzol: C C H 5 —N=N—C 6 H 4 . N(CH 3 ) 2 ,siehe I. anorgan. Theil, S. 592.
Als Chrisoidine bezeichnet man eine Anzahl orangerother Farbstoffe,welche durch Einwirkung von Diazobenzolsalzen auf aromatische Diamine, undzwar auf die Metadiamine (1, 3) gebildet werden, z. B.:
C 6 H5.N 2 .N0 3 -f O e N 4 (NH 2 ) 2 = C 6 H5 . N 2 . C 6 H 3 (NH 2 ) 2 -f HNO 3 .Salpeters. Diazo- Phenylendiamin Diamidoazobenzol
benzol
Das salzsaure Salz des Diamidoazobenzols (Chrysoidin des Handels) bildetstahlglänzende Krystalle, deren Lösung schön gelb gefärbt ist.
Als Phenylenbraun, Manchester-, Leder-, Gold-, Zimmt-,Bismarckbraun, Vesuvin findet das salzsaure Triamidoazobenzol:C 6 H 4 (NH 2 ).N 2 .C°H 3 (NH 2 ) 2 ,HC1, als brauner Farbstoff Verwendung. Es ent-steht bei der Einwirkung von salpetriger Säure auf Phenylendiamin; braun-gelbe, bei 137°C. schmelzende, in kaltem Wasser wenig, in siedendem Wasserleicht lösliche Krystalle.