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Maltose.
([tc] D = -j- 81,4 Mb 81,7°), süss schmeckenden Flüssigkeit lösen. Eine frisch,bereitete Galactoselösung zeigt ein stärkeres Drehungsvermögen als eine Lösung^die einige Zeit gestanden hat. In Alkohol ist die Lactose fast unlöslich. Siereducirt alkalische Kupferlösung schon hei gewöhnlicher Temperatur. 1 ccmunverdünnter Fehling' scher Lösung entspricht unter den auf S. 836 an-gegebenen Bedingungen 0,005 106 g-, 1 + 4 verdünnt 0,005 322 g Galactose, Sal-petersäure führt sie in Schleimsäure und Oxalsäure, nascirender Wasserstoff inDulcit über. Mit Phenylhydrazin verbindet sich die Lactose zu Phenyl-galactosazon: C 6 H 10 O 4 (N 2 H. C 6 H ä ) 2 , welches bei 193*0. schmilzt. Imreinen Zustande vergährt die Lactose mit reiner Hefe äusserst langsam, raschdagegen bei Gegenwart von Traubenzucker, Fruchtzucker oder Nährlösung(Hefeabkochung).
Links-(—) Galactose: C e H 12 0 6 , entsteht bei der Gährung der in-activen Galactose durch Bierhefe. Kry Stallkrusten, die bei 162 bis 163° C.schmelzen. Nicht gährungsfähig. Das Osazon schmilzt bei 193 bis 195° C.Die inactive (0) Galactose: C 6 H 12 0 6 , wird bei der Beduction des in-activen Galactonsäureanhydrids (siehe S. 489) mit Natriumamalgam erhalten.Krystallkrusten, die bei 140 bis 142° C. schmelzen. Das Osazon schmilzt gegen206° C.
Maltose: C 12 H 22 O n + H 2 0. Die Maltose entsteht neben Dextrin undIsomaltose bei der Einwirkung von Diastase auf Stärke, sowie von ungeformtenPermenten auf Glycogen (neben Isomaltose), vergl. S. 809. Zu ihrer Dar-stellung verfährt man nach P. Soxhlet in folgender Weise: 2kg Kartoffel-stärke werden mit 9 Liter Wasser (zunächst kalt angerührt) im Wasserbadeverkleistert; nachdem der Kleister auf 60 bis 65° abgekühlt ist, rührt man denbei 40° bereiteten Aufguss von 120 bis 140 g lufttrockenen Malzes ein underhält eine Stunde lang auf der angegebenen Temperatur. Hierauf erhöht manletztere bis zum Kochen, flltrirt heiss und dampft das Piltrat in flachen Schalenzur Syrupdicke ein. Diesen Syrup kocht man mehrere Male mit Alkohol von90 Proc. aus, destillirt alsdann den grössten Theil des Alkohols ab, verdampftden Destillationsrückstand zum Syrup und rührt in diesen nach dem Erkalteneine geringe Menge bereits fertiger krystallisirter Maltose ein. Nach 3 bis5 Tagen erstarrt alsdann der braune Syrup zu einer steifen Krystallmasse, ausder die Maltose durch Anreiben mit Methylalkohol, Absaugen der Mutterlauge,Auswaschen der zurückbleibenden Krystalle mit Mehylalkohol und sehliess-liche Umkrystallisation derselben aus Alkohol von 80 Proc rein erhalten wird.Ist man zur Einleitung der Krystallisation nicht im Besitze von etwas fertiger,krystallisirter Maltose, so extrahire man eine Probe des ursprünglichen Syrups,nachdem letzterer zuvor ein bis zwei Mal mit Alkohol von 90 Proc. ausgekochtwar, mit absolutem Alkohol, verdampfe letztere Lösung zum dünnen Syrup undüberlasse diesen in dünner Schicht der Krystallisation.
Die Maltose bildet harte, aus feinen Nadeln bestehende Krystallmassenvon süssem Geschmacke. Ihre wässerige Lösung dreht den polarisirten Licht-strahl nach rechts; [«]jj = -f- 140,6° bei 15° C. für Lösungen von 20 Proc.Pehling'sche Kupferlösung wird durch Maltose langsamer reducirt, als durchTraubenzucker und Invertzucker, schneller aber als durch Milchzucker. 1 ccmFehlin g' scher Lösung entspricht unverdünnt 0,00778 g mit 4 Vol. Wasserverdünnt 0,00740g wasserfreier Maltose: C 12 H 22 0 11 . Auf das Barfoed'scheBeagens (s. S. 816) ist sie ohne Einwirkung (Unterschied vom Traubenzucker).Durch Hefe wird sie direct in alkoholische Gährung übergeführt. VerdünnteSchwefelsäure führt sie in Traubenzucker über. Mit Phenylhydrazin verbindet