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2 (1896) Organische Chemie
Entstehung
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553
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Halogenverbindungen der Säureradieale,,OH

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? H< CO.OHIsocitronensäure: CH CO. OH, ist nur in ihren Salzen bekannt.

CH 2 CO.OHBei der Abscheidung daraus geht sie in ihr krystallinisches Anhydrid (Lacton):C 6 H 6 0 6 , über. Das isocitronensäure Bary um: (C e H 5 0 7 ) 2 Ba 3 , entstehtdurch Kochen der Trichlormethylparaconsäure: C 6 H S C1 3 0' 1 (durchErhitzen von Chloral, bernsteinsaurem Natrium und Essigsäureanhydrid dar-stellbar), mit Barytwassser.

Oxycitronensäure: C e H 8 0 8 , findet sich im Safte der Zuckerrüben.Nadelförmige, in Wasser, Alkohol und Aether leicht lösliche Krystalle.

Uebersicht der wichtigsten Säuren der Sumpfgasreihe siehe S. 551 u. 552.

i. Halogenverbindungen der Säureradieale.

Die Halogenverbindungen der Säureradieale *) entstehen aus den ent

sprechenden Säuren durch Ersatz der Säurehydroxyle dvirch Halogene, z. B. :

CH 3 CH 3

r<2TT4 ,

\CO.OH

Bernsteinsäure Succinvlchlorid.

CO.C1

Acetylchlorid

0»H*({jg. :

CO.OH

Essigsäure

Dieser Ersatz findet durch Chlor oder durch Brom statt, wenn auf diemöglichst entwässerten Säuren oder deren entwässerte Alkalisalze die betreffen-den Tri- oder Pentahalogenverbindungen des Phosphors zur Einwirkung ge-langen, z. B.:

CH 3 CH 3

I + pci 5 = ! + poci 3 -f hci

CO.OH CO.C1

Essigsäure Phosphorpentachl. Acetylchl. Phosphoroxychl.

C 2 H 5 C 2 H ö

3 | -f- PBr 3 = 3 | + H 3 P0 3

CO. OH CO.Br

Propionsäure Phosphor- Propionylbromid Phosphorige

tribromid Säure.

Die Jodide der Säureradieale können nicht durch Einwirkung von Jod-phosphor auf die Säuren oder deren Salze dargestellt werden, da hierbei,unter Abscheidung von Jod, eine tiefer greifende Zersetzung stattfindet. Sieentstehen jedoch durch Wechselwirkung zwischen Jodphosphor und den Säure-anhydriden, z. B.:

/CH 3CO^\ , 9 r> lS

3 rms_nn>° + ^ PJ

^CH 3CO

Essigsäureanhvdrid

Phosphor-trijodid

= 6CH 3CO.J

Acetyljodid

4- P 2 0 3

Phosphorig-säure anhydrkl.

*) Als organische Säureradicale bezeichnet man kohlenstoffhaltige, elektronegative,meist aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff bestehende, ungesättigte Atom-complexe, welche in Verbindung mit Hydroxyl: OH, Säuren liefern (vergl. S. 28 u. 29).Je nachdem diese Säureradicale sich mit ein, zwei oder mehreren Hydroxylgruppen zuSäuren vereinigen können, bezeichnet man dieselben als ein-, zwei- oder mehrwerthige.