544 Citrate des Kaliums, Natriums, Ammoniums.
Wasser löslich ist. Kocht man die Lösung des Wismuth - Anmioniuincitrats,so entstellen basische, noch Ammoniak enthaltende Wismutheitrate von ver-schiedener Zusammensetzung.
Dreibasisch-Kaliumcitrat: C 6 H B K 3 0 7 -f- H 2 0, wird in durchsich-tigen , spiessigen, zerfliesslichen, in absolutem Alkohol unlöslichen Krystallenerhalten beim freiwilligen Verdunsten einer mit Kaliumcarbonat neixtralisirtenCitronensäurelösung. Z weibasisch-Kaliuni citr at: C 6 H 6 K 2 0 7 , bereitetdurch Neutralisation von einem Theil Citronensäure mit Kaliumcarbonat undZufügen von einem halben Theil Citronensäure zu der neutralen Lösung, bildetsehr leicht lösliche, monokline Krystalle. Einbasisch-Kaliumcitrat:ff'H'KO', krystallisirt in luftbeständigen, prismatischen, in etwas mehr als2 Thln. kalten "Wassers löslichen Krystallen, wenn man die Lösung des drei-basischen Kaliumeitrats mit soviel Citronensäure versetzt, als sie bereits ent-hält, und dieselbe alsdann freiwillig verdunsten lässt.
Dreibasisch-Natriumcitrat: C 6 H 5 Na 3 0 7 + 5V 2 H 2 0, bildet nichtverwitternde, rhombische Prismen; ausser diesem Salze existirt noch Trinatrium-citrat der Formel C 6 H 5 Na 3 0 7 -j- 3 H 2 0, welches harte, fest zusammenhängende,an der Luft verwitternde Krystalle bildet. Das Zweibasisch-Natriuni-citrat: C 6 H 6 Na 2 0 7 -f- H 2 0, bildet meist sternförmig gruppirte, prismatischeKrystalle; das Einbasisch-N a t riumcitr at: C e H 7 Na0 7 -(- H 2 0, Aggre-gate von durchsichtigen, spiessigen Kr3'stallen; unter Umständen scheidet sichdas Mononatriumcitrat auch wasserfrei als krystallinisches Pulver aus. DieDarstellungsweise dieser drei Salze entspricht der der Kaliumeitrate.
Kalium-Natriumcitrat: [C 6 H B K 3 0 7 -f- C 6 H 5 Na 8 0 7 + 6H 2 0], wirderhalten, wenn man die concentrirte Lösung von je einem Theile Citronensäuremit Kalium- und mit Natriumcarbonat sättigt und beide Flüssigkeiten alsdannmit einander mischt. Aus der stark eingedampften Lösung' scheidet sich hier-auf das Salz nach einiger Zeit in wohlausgebildeten, luftbeständigen, prismati-schen Krystallen ab.
Dreibasisch-Ammoniumcitrat: C c H 5 (NH 4 ) 3 0 7 -\- H 2 0, ist im kry-stallisirten Zustande schwierig zu erhalten. In Lösung wird es erhalten durchNeutralisation von Citronensäure mit Ammoniak. Zweibasisch-Ammonium-citrat: C 6 H 6 (NH 4 ) 2 0 7 , scheidet sich in rhombischen, zerfliesslichen Säulenaus, beim Verdampfen oder beim freiwilligen Verdunsten einer mit Ammo-niak gesättigten Citronensäurelösung. Einbasisch -Ammoniumeitrat:C 6 H 7 (NH 4 )0 7 , scheidet sich in kleinen Krystallen aus beim freiwilligen Ver-dunsten von Citronensäurelösung, welche zu y s mit Ammoniumcarbonat oderAmmoniak neutralisirt ist.
Die Auflösungen der Alkalicitrate und besonders die der Ammoniumeitratebesitzen in hohem Maasse die Fähigkeit, sowohl die in Wasser unlöslichen oderschwer löslichen Citrate, als auch gewisse Phosphate und Pyrophosphate inLösung überzuführen. Diese Eigenschaft des Ammoniumcitrats findet mehrfachpraktische Verwendung, so z. B. zur Herstellung leicht löslicher Doppelverbin-dungen des Ferricitrats und Ferripyrophosphats (siehe dort), zur quantitativenBestimmung des in den Superphosphaten zuweilen vorhandenen Zweibasisch-Calciumphosphats — der sogenannten zurückgegangenen, d. h. in Wasser wiederunlöslich gewordenen Phosphorsäure, sowie der Phosphorsäure in den Thomas-schlacken (vergl. I. anorgan. Theil, S. 342 und 343).
Kalium-Ammoniumeitrat: C 6 H 5 K 2 (NH 4 )0 7 , entsteht in zerfliess-lichen Säulen beim freiwilligen Verdunsten einer mit Ammoniak übersättigten