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Citronensäure.
Halogenatome erleiden. Bei der Destillation mit Aetzkalk werden Acetonund andere Verbindungen gebildet. Schmelzendes Aetzkali erzeugtOxalsäure und Essigsäure:
c e H 8 0 7 _|_ H 2 0 _ c 2 H 2 0' 1 -+- 2C 2 H 4 0 2Citronensäure Wasser Oxalsäure Essigsäure.
Die wässerige Citronensäurelösung neigt sehr zur Schimmelbildung,unter deren Einfluss die Säure alsbald eine vollständige Zersetzungerleidet.
Erkennung. Besonders charakteristisch für die Citronensäureund ihre Salze ist das Verhalten gegen Kalkwasser und Chlorcalcium-lösung. Fügt man zu einer wässerigen Citronensäurelösung so viel Kalk-wasser, dass die Mischung alkalisch reagirt, so tritt in der Kälte keineTrübung ein. Wird jedoch die alkalische Mischung gekocht, so trübtsie sich in Folge einer Abscheidung von Calciumcitrat: (C 6 H 5 C 7 ) 2 Ca J"1- 4H 3 0, welches sich beim Erkalten in verschlossenem Gefäss voll-ständig oder doch nahezu vollständig wieder auflöst, so lange es sichnoch im amorphen Zustande befindet. Letzteres ist der Fall, wenndas Kochen nur eine Minute lang fortgesetzt wird [1 Tbl. Citronensäure-lösung (1:9), 40 bis 50 com Kalkwasser]. Dieses Verhalten findet indem Umstände eine Erklärung, dass das Calciumcitrat in kochendemWasser schwerer löslich ist, als in kaltem. Verdünnte wässerige Lösungenvon citronensauren Salzen verhalten sich gegen Kalkwasser (im Ueber-schuss, da unverändertes Alkalicitrat lösend auf Calciumcitrat einwirkt)ebenso wie die der freien Säure.
Chlorcalciumlösung erzeugt in wässeriger Citronensäurelösung' keinenNiederschlag. Wird die freie Säure mit Ammoniak neutralisirt, so ent-steht nur dann eine Abscheidung von Calciumcitrat, wenn die Lösungeine genügende Concentration besitzt. Ist die Lösung dagegen verdünnt,so entsteht in der Kälte durch Chlorcalcium keine Trübung, sondernerst beim Kochen. Das auf die eine oder die andere Weise ausgeschie-dene Calciumcitrat ist unlöslich in Aetzkalilösung und, sobald es kry-stallinische Beschaffenheit angenommen hat, auch unlöslich in Chlor-ainmoniumlösung. Die Auflösungen neutraler citronerisaurer Salzeverhalten sich gegen Chlorcalcium in gleicher Weise, wie die der freienCitronensäure.
Baryumacetat, im Ueberschuss angewendet, scheidet aus Alkalicitrat-lösung oder der mit Ammoniak neutralisirten Citronensäurelösung einenamorphen Niederschlag ab, der bei längerer Erwärmung krystallinischwird: (C 6 H 6 0 7 ) 2 Ba?' + 37 3 H 2 0.
Bleiacetat fällt aus der Lösung der Citronensäure und der ihrerSalze weisses Bleicitrat: (C 6 H 5 0 7 ) 2 Pb 3 -(- H 2 0, welches in Salpetersäure,in Ammoniak und in Alkalicitraten löslich ist. Silbernitratlösung wirddurch Citronensäure nicht getrübt, erst nach der Neutralisation mitAmmoniak scheidet sich weisses, in Salpetersäure und in überschüssigemAmmoniak lösliches Silbercitrat: C 6 H 5 Ag 3 0 7 , ab.