Amerikanisches Steinöl.
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und Mesitylen: C 6 H>(CH 3 ) 3 (bis 8 Proo. im Kohöle, bis 0,2 Proc. imBrennöle), mit Sicherheit nachgewiesen sind, sowie hydrirter aromatischerKohlenwasserstoffe (vergl. russisches Petroleum). Kohlenwasserstoffe derAethylenreihe scheinen nicht darin vorzukommen. Einzelne Sorten desRoherdöls scheinen ganz sauerstofffrei zu sein, die meisten Sorten ent-halten jedoch Meine Mengen sauerstoffhaltiger und bisweilen auchschwefelhaltiger Verbindungen.
Der erdölreiche District Nordamerikas erstreckt sich parallel demAlleghanygebirge vom Ontario-See aus bis zur Grenze vonYirginien und Kentucky. Derselbe umfasst daher die wesentlichenTheile der Staaten New-York, Pennsylvanien und Virginien,sowie die an den Ohio grenzenden Theile Ohios und Kentuckys. Dieergiebigsten Erdölquellen befinden sich in dem Oil-creek-Thale, dessenHauptplatz Oil-City ist.
In Canada wird das Erdöl besonders am Busen von St. Lorenzund auf der westlichen Seite zwischen dem Huronen-, Erie- undOntario-See liegenden Halbinsel gewonnen. Auch in Californien,auf Trinidad, in Peru und in Bolivia kommt Erdöl in grosserMenge vor.
Das Rohpetroleum findet sich in Pennsylvanien und in den Nachbar-staaten vorzugsweise in den unterirdischen Höhlungen und Klüften eineslockeren, der oberen devonischen Schicht angehörenden Sandsteines. InCanada kommt dasselbe in einer, dem Silur und Devon angehörendenKalksteinformation vor. Diese Gesteine sind von Petroleum mehr oderminder durchdrungen.
Behufs Gewinnung des Rohpetroleunis treibt man in das Gesteinmehr oder weniger tiefe Bohrlöcher, aus denen das Erdöl entweder frei-willig ausfliesst, zuweilen sogar unter starkem Drucke herausschiesst,oder aus denen es durch Pumpen gehoben wird. An einigen Orten desOeldistrictes kommen beständig fliessende Quellen vor, an anderen Ortengenügt es, Brunnen in den mit Oel getränkten Boden zu graben, umletzteres hierin anzusammeln und alsdann auszuschöpfen.
Ueber die Entstehung des Erdöles sind die Ansichten der verschie-denen Beobachter noch sehr getheilt. Vermuthlich ist dasselbe durcheinen langsamen, durch erhöhte Temperatur und besonders durch starkenDruck eingeleiteten Zersetzungsprocess pflanzlicher und namentlich thie-rischer Organismen (grosser Fettmassen), welche im Schoosse der Erdemassenweise angehäuft sind, im Laufe der Jahrtausende gebildet worden.Vielleicht sind es besonders die im marinen Leben der Seethiere sich ingrossen Massen anhäufenden Fettsubstanzen, welche als Rohstoffe zurBildung des Erdöles dienten. Dass gerade Fettmassen an der Bildungdes Petroleums betheiligt sind, geht aus den Versuchen von C. Englerhervor, durch welche constatirt wurde, dass Thran, der einer sehr hohenTemperatur und gleichzeitig einem sehr starken Drucke ausgesetzt wird,als Zersetzungsproduct ein Liquidum liefert, welches in den Eigenschaften