Methan.
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in grosserer
oder
geringerer Reinheit entweichende
Wässer enthalten ebenfallsso z. B. die Schwefelquelle
SchlammvulcanenMethan.
Einige nicht schlammige Quellen undMethan in grösserer und geringerer Menge,zu Weilbach, die Aachener Kaiserquelle, verschiedene Mineral-wässer des Banats, die Fumarolen Toscanas etc. Auch in demSteinsalze Wieliczkas, dem sogenannten Knistersalze, sowie in denDarmgasen des Menschen, in den Kespirationsgasen der Schafe undKälber ist das Vorhandensein von Methan constatirt worden.
In beträchtlicher Menge findet sich das Methan ferner in den Stein-und Braunkohlengruben, wo es in Folge langsamer Zersetzung derKohlen gebildet wird und sich, gemengt mit Stickstoff und Kohlensäure-anhydrid , in den Sjialten und Höhlungen ansammelt. Werden letzterebeim Abbau der Kohlen geöffnet, so entströmt das angesammelte Gasnicht selten mit grosser Heftigkeit. Durch Entzündung derartiger, mitLuft gemengter Grubengase (schlagender Wetter oder feurigerSchwaden) an den Grubenlichtern, oder durch Pulversprengungen,entstehen jene furchtbaren Explosionen, denen alljährlich, trotz Anwen-dung der Davy'sehen Sicherheitslampe, zahlreiche Menschenleben zumOpfer fallen.
Das Gas, welches den Steinölquellen in reichlicher Menge entströmt,enthält ebenfalls Methan, neben Wasserstoff und Homologen des Methans.
Bildung und Darstellung. Werden organische Substanzen, wie Holz,Torf, Steinkohlen, bituminöse Gesteine, der trockenen Destillation unterworfen,so wird hierbei neben anderen Kohlenwasserstoffen stets auch Methan in reich-licher Menge gebildet. Das Methan ist daher ein nie fehlender Bestandtheildes Leuchtgases.
Synthetisch lässt sich das Methan erhalten durch Leiten eines Gemengesvon Schwefelwasserstoff: H 2 S, und Schwefelkohlenstoff: CS 2 , über glühendesKupfer:
2H 2 S -f CS 2 -f 8Cu = CH 4 + 4Cu 2 S,
sowie beim Durchschlagen elektrischer Funken durch ein Gemenge von Kohlen-oxyd: CO, und Wasserstoff:
CO + 6H = CH 4 -f H 2 0.Um Methan in grösserer Menge darzustellen, erhitzt man in einer Retortevon schwer schmelzbarem Glase ein inniges Gemenge aus 1 Thl. entwässertenNatriurnacetats und 3 Thln. Natronkalk, oder 3 Thln. Aetzbaryt:CHS
| -f NaOH = CH 4 -f- Na 2 CO s
C O . 0 NaNatriumacetat Natrium- Methan Natrium-hydroxyd carbonat.Das auf letztere Weise gewonnene Methan enthält jedoch stets wechselndeMengen von Wasserstoff und von Aethylen. In vollständiger Beinheit wird dasMethan erhalten durch Zersetzung von Zinkmethyl mit Wasser (s. S. 82).
Eigenschaften. Das Methan bildet ein färb- und geruchloses,in Wasser nahezu unlösliches, mit schwach leuchtender Flamme brennen-des Gas vom speeifischen Gewichte 0,559 (Luft — 1). Unter einem