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Kopflose Molluscen.
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Die kopflosen Mollusken werden eingetheilt: 1) Armfüsser, Bra-chipoda, 2) Muschelthiere, Lamellibranchia, und 3) Mantelthier e,Tunicata.
1) Armfüsser. Brachipoda.
Der kopflose Leib ist von einer ungleichklappigen Schale umgeben undhat einen zweilappigen, völlig gleichseitigen Mantel.
Dahin: Terebratel oder Lochmuschel, Terebratula. Unter denvorweltlichen eines der wichtigsten Thiere zur Feststellung des Alters undder .Aufeinanderfolge der Erdbildungsschichten.
Die Brachipoden treten schon in der Uebergangsperiode auf, nehmendann ab und kommen in Menge wieder in der Juraformation vor.
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2) Muschelthiere. Lamellibranchia.
Schalen symmetrisch, der Mantel gespalten.
Körperbau. Der Körper der Muschelthiere ist zusammengedrücktund von dem weiten Mantel umgeben. Die Schale besteht grösstenfheilsaus kohlensaurer Kalkerde und richtet sich in ihrer Form nach dem Um-fang und der Gestalt des Mantels; sie ist meist von Aussen durch einknorpelartiges Band, Schlossband, verbunden. Als Bewegungsorgan dientein auf der Bauchseite liegendes muskulöses, dem Fuss der Schneckenentsprechendes Organ. Ausserdem sondert eine Drüse einen Stoff ab,aus dem sich lange fadenförmige, sehr zähe zur Befestigung dienende Klam-merorgane bilden (Byssus). Sie athmen dureh Kiemen.
Lebensweise und Wohnorte. Din Muschelthiere leben von zar-ten vegetabilischen und animalischen Stoffen, die ihnen innerhalb des indie Kiemen tretenden Wassers zugeführt werden. Sie haben eine grosse Le-benszähigkeit, leben ausschliesslich im Wasser, sind Meer- oder Süsswas-serthiere und überall in allen Meeren verbreitet, theils angewachsen aufden in das Meer hineinreichenden Felsen, theils an Pflanzen angeheftet,auf dem Meeresgrunde fortkriechend, oder auch auf andern Thieren lebend.
Nutzen gewähren die Muschelthiere dem Menschen dadurch, dassviele Arten, besonders die Austern essbar sind; einige, besonders Meleag-rina margaritifera und radiata liefern Perlen und Perlmutter. Die Perlenbestehen, so wie die Schalen aus kohlensaurer Kalkerde und thierischerGallerte. Sie wachsen schichtweise um kleine Körperchen, die sich inner-halb der Schale befinden und von der abgesonderten Substanz eingehülltwerden. Je grösser, vollkommener rund und glänzend sie sind, um sohöher steigt ihr Werlh. Perlmutter ist die glänzende Substanz der Schale,besonders von Meleagrina. Die gewöhnlichen Muschelschalen in Farben-kästen stammen von Unio pictorum. Auch die Austerschalen werden ver-wendet. Sie bestehen vorwiegend aus kohlensaurer Kalkerde.
• Einige kleine Muscheln, die sich an die Wandungen der Schiffe haften,besonders Teredo navalis, werden dadurch sehr schädlich, dass sie das Holzdurchbohren und dadurch das Eindringen des Wassers, resp. die Fäulnissdes Holzes vorbereiten.
Zu den Muschelthieren gehört: die Auster, Ostrea edulis; dieSchalenklappen aussen blättrig, die rechte flach, grade klein, die linkegrösser gewölbt, an Gegenstände geheftet, beide von ovalen Umrissenund dachförmig sich deckenden wellenförmigen Lamellen; das Schloss-band klein und ohne Seitenfortsätze. Diese und andere Auster- Artenfinden sich an allen europäischen Küsten. Sie sind zuweilen in ungeheurerAnzahl neben und über einander an seichten Stellen und an Orten, wo die