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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Hautüügler.

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Hierzu: Marienkäfer, Coccinella; sieben punktirter Marien - oderSonnenkäfer, Coccinella septempunctata.

2) Hautflügler. Hymenop tera.

Insekten mit 4 häutigen, schuppenlosen, durchsichtigen Flügeln, dieastförmig verzweigte Adern besitzen und von denen die Vorderflügel län-ger und breiter, als die Hinterflügel sind. Die Verwandlung ist voll-kommen.

Körperbau. Der Körper der Hautflügler ist noch deutlicher als derder Käfer in die drei Hauptabtheilungen: Kopf, Bruslstück und Hinterleibgeschieden. Der Hinterleib ist häufig gestielt und besteht meistens beidem Männchen aus 7, bei dem Weibchen aus fi Ringen. In seinemhinteren Ende ist bei dem Weibchen ein Stachel oder eine Legeröhreverborgen. Mit dem Stachel steht eine Giftdrüse in Verbindung. DerKopf hat, ausser den zwei zusammengesetzten, noch meistens drei Ne-benaugen, also 5 Augen, die Fühler sind faden- oder borstenförmig, zu-weilen keulenförmig, i sie Mundtheile sind meistens zum Saugen einge-richtet, die Oberlippe und der Oberkiefer gross, der Unterkiefer zart undklein gebaut, zu einer scheidenartigen, fadenartigen oder blattartigen Zungezusammengedrängt, die zum Einsaugen der Blüthensäfte bestimmt ist.

Die Flügel. Mit Ausnahme einiger wenigen sind alle Hautflüglergeflügelt. Die Fitigelzellen werden durch Längs - und Queradern gebildet.Es sind deren bei den Hautflüglein meistens nur 16, bei den Netzflüglerndagegen immer viel mehr Flügelzellen vorhanden. Von der Wurzel desVorderflügels gehen in die Flügelfläche mehrere Adern, deren oberste zu-gleich den Rand des Flügels bildet, dicker ist und als Handader be-zeichnet wird. Die fast parallel mit dieser und unter ihr verläuft, ist dieUnterader. Die Randader ist in der Mitte häufig dick angeschwollen,welche Anschwellung das Ran dmal heisst. Die dritte von der Flügel-wurzel aus verlaufende Ader ist die Ellenbogenader. Die Eigenthüm-lichkeiten der Gestaltung und des Verlaufes der genannten Adern und derdurch sie gebildeten Zellen benutzt man zur Charakteristik der einzelnenFamilien und Arten.

Die Füsse sind fünfgliedrig.

Die Fortpflan zungsorgane sind bei beiden Geschlechtern ineine gleichgestaltige scheidenartige Hülle eingeschlossen.

Lebensweise und Wohnorte. Die Aderflügler sind sehr lebhaftekleine Luft- und Landthiere, sie umschwärmen mit grosser Ausdauer flie-gend die Blüthen, um vermittelst ünjer scheidenartigen Zunge deren Saftzu saugen. Einige mit kürzerer Zunge, z, B. die Wespen fressen auch härterePflanzenstoffe, z. B. Früchte. Die meisten der Hautflügler leben gesellig undäussern dabei in ihrer Lebensweise, in dem Bau ihrer Wohnungen, in derSorge für die Sicherung ihrer Nachkommenschaft merkwürdige Eigenschaftenund Kunsttriebe. Die Larven derselben haben immer einen Kopf und 2 oder3 Paar Füsse. Die Larven der Blattwespen leben frei auf Pflanzen und nährensich von den Blättern derselben, die der Schlupfwespen im Innern andererInsekten, die der Holzwespen im morschen Holze, die der Gallwespen inPflanzengallen, die der Raubwespen in thierischen oder auch vegetabilischenStoffen und die der Blumenwespen in künstlich gestalteten Wohnungen.W 7 enn die Eier in andere Thiere gelegt sind, zu welchem Zweck das Weib-chen mit der Legeröhre die Oberhaut der Thiere durchsticht, leben die