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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Zahnlose. Dickhäuter

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gedrückten Säcken vor, ist von graubrauner Farbe, weicher, von halbtrocke-ner oder trockener, körnig - schmieriger Consistenz, nicht harzig, ohne Glanzund stets von Häuten durchzogen. Die umgebende Haut der Säcke istbräunlich schwarz und besteht aus mehreren leicht trennbaren Hautlagen.Geruch und Geschmack sind deutlich von dem des amerikanischen ver-schieden.

5. Zahnlose Säugethiere.

Edentata.

Die zahnlosen Säugethiere haben keine Schneidezähne, häufig garkeine Vorderzähne und Eckzähne . Zehen mit langen Krallen zum Grabenund Klettern. In ihrem Bau, ihrer Bedeckung und ihrer Nahrung sind siesehr verschieden. Das Gürtelthier, Dasypus hat einen Panzer über Kopfund Bücken, der Ameisenbär, Myrmecophago ist zottig behaart, dasSchupp en thier, Manis ist mit Schuppen und das S chnabel th ier,Orn ith orhy nchus mit einem Wollpelz bedeckt und mit Schwimmfüssenversehen. Das letztere ist auch dadurch ausgezeichnet, dass es — das ein-«ige Beispiel unter den Säugethieren — einen Giftapparat besitzt. DasMännchen hat an den Hinterfüssen einen durchbohrten Sporn, in welchemeine besondere Drüse eine eigenthümliche Flüssigkeit absondert, die dasThier, wenn es verwundet in die Wunde fliessen lässt, die aber nur heftigeEntzündung hervorbringt.

Lebensweise und Wohnorte. Fast sämmtliehe hierher gehörendeThiere sind in den Tropengegenden heimische, stumpfsinnige, langsame Thiere,wie besonders das Faulthier, Bradipus. Sie leben von Pflanzen undInsekten.

6. Dickhäuter. Pachydermata.

Die Dickhäuter sind Säugethiere mit verwachsenen, in eine Haut ein-geschlossenen Zehen, so dass nur der Nagel oder'das Nagelglied hervor-ragt. Ihre Lederhaut ist besonders stark entwickelt, sparsam behaart odermit Borsten besetzt. Das Gebiss ist vielfach verschieden ,"die Backenzähnegross, schmelzfaltig; die Schneidezähne sind bei einigen riesig entwickelt. Esgehören hierher die grössten, jetzt bekannten Landsäugethiere, der Elephant,Elephas; dasNilpferd, Hipp opo t amu s ; der'Tapir, Tapyrus: dasNashorn, Rhinoceros; das Schwein, Sus etc. In dieselbe Familiegehören auch jene riesigen, vorweltlichen Thiere, wie z. B. das grosse Ma-stodon oder Ohiothier, Mastodon giganteum, welches 15 Fusslang und 10 Fuss hoch gewesen sein muss.

Lebensweise und Wohnorte. Alle hierher gehörenden Thiereleben nur von vegetabilischer Nahrung. Sie haben ein sehr ausgebildetesErnährungs- und Bauchsystem. Es sind plumpe Thiere. Elephanten undRhinoceros leben in Heerden zusammen auf den weiten noch wenig ge-kannten Ebenen Inner-Afrika's, auch in Ostindien und den grossen indi-schen Inseln. Das Nilpferd lebt im Schlamm der Nilufer, der Tapir inSüdamerika.

Der Nutzen, den sie dem Menschen gewähren ist mannigfach, be-sonders der des Elephanten und des Schweines. Der Elephant ist seitJahrtausenden ein gezähmter williger Diener des Menschen und unter allendiesen weitaus der kräftigste Bursche. Im Alter war die Verwendung des-selben noch grösser als heut. Die Carthager hatten auch afrikanische Ele-phanten abgerichtet. Er verrichtete ihnen Haus- und Kriegsdienste. Gegen-wärtig ist der Elephant in Indien ein Zugthier, seine riesigen StosszähneZiurek, Elementar-Handbuch der Pharmacie. 63

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