Biber.
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Fig. 353.
Nutzen. Die Nagethiere nutzen durch ihr Fell und ihr Fleisch. Diemeisten indess schützt ihre Kleinheit vor der Verfolgung. Die Eichhörnchendes Nordens liefern das Grauwerk; Hamster, Hasen, Kaninchen lieferngleichfalls doch wenig geschätztes Pelzwerk; ausgezeichnetes Pelzwerk lie-fert der Biber ; die Stacheln des Stachelschweines dienen als Federhalter etc.Als Nahrungsquelle finden nur der Lemming, der Hase, das Kaninchen,das Stachelschwein, Siebenschläfer und einige südamerikanische Nage-thiere Verwendung.
Arzneimittel liefert der Biber.
Der Biber. Castor fiber.Der Biber ist das grösste Nagethier Europas und Asiens. Er wirdüber 3 Fuss lang, von dunkelbrauner Farbe; das Fell ist mit seidenglänzenden
nicht zu langen Haaren besetzt. Derfusslange Schwanz S. Fig. 353. ist plattund mit schmutziggrauen Schuppen be-setzt; die Hinterfüsse H sind mit Schwimm-häuten versehen. Unmittelbar unter derHaut vor dem After liegen bei demMännchen und Weibchen zwei 3—4 Zolllange, länglichrunde Säcke, in deren fal-tenreicher Haut sich Drüsenapparate be-finden, welche ein dickes, später ganzerhärtendes Secret, das Castoreum ab-sondern. Ausser diesen liegen, weiterab von ihnen, noch mehrere anderekleinere Säcke, in denen sich eine ölig-fettartige Masse das Biber fett, Axun-gia castoris absondert.
Lebensweise und Wohnorte.Der Biber theilt mit dem Ur und demElenn das Schicksal in Deutschland fastvollständig vertilgt zu sein. Biber wa-ren früher in Deutschland, besonders inNorddeutschland, sehr häufig. Die weitverzweigten Flussgebiete der "Weichsel,Oder, Elbe, Weser, Spree und Havelmachen dies erklärlich. Noch heut leben unter den alten FischerfamilienBrandenburgs, deren Vorältern seit fast \ 000 Jahren den Fischreichthum inder Havel ausbeuteten, Fischer, die den Biber und die Fischotter gefangenhaben. Die letztere hat sich erhalten; Biber sind in den letzten Jahrenan der Havel, Oder, Spree nicht mehr gefangen worden, hin und wiedernoch einer an der Weichsel, oder an der Donau. In der Anzahl, wiewahrscheinlich früher an den Flüssen Mitteleuropas, lebt der Biber gegen-wärtig nur noch an den Flüssen des asiatischen Russlands und Nordame-rikas. Am häufigsten ist der Biber an den Seen Canadas, dem grossenBärensee, dem Sklavensee, an den von den Felsengebirgen herabkom-fflenden und westlich in die Seen mündenden Flüssen, dem Saskatschewan,dem Athabasca, Friedensfluss etc. Ebenso häufig war er an den Flüssen,welche den Oberen- und Winipeg-See mit der Hudson Bay verbinden, denAlbany, Severn, Nelson, Ohurchill-Fluss und in den Flussgebieten des St.Lorenz Stromes, des Missouri und Missisippi; hier ist er indess schon sehrzusammengeschmolzen; ganz besonders trägt hieran die vollständig zurJagd und zum Pelzhandel organisirte englische Hudsonbay-Gesellschaft die
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