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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Raubthiere.

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die Zone ist, unter der sie leben. Unter die, die in den heissesten Zonenleben, gehören besonders die Katzenarten, die gewandtesten, stärkstenund blutgierigsten Räuber. Der stärkste unter ihnen, der Löwe, Felis leo,den die Romantik zum König der Thiere gemacht und mit Grossmuth undähnlichen Eigenschaften bekleidet hat, macht davon keine Ausnahme. DerLöwe, Felis leo, ungefleckt, mit Mähne und Schwanzquaste, lebt in denheisesten Regionen Asiens und Afrika. Felis concolor, Puma oderamerikanischer Löwe, ohne Mähne und Schwanzquaste in Mittelame-rika. Felis tigris, Tiger, gestreift, ohne Mähne, mit dem Löwen dasfurchtbarste Raubthier in Indien. DerPanther, Felis pardus, mit gerin-gelt dunklem Fell und der Leopard, Felis leopardus, kleiner, wie dervorige, mit geflecktem Fell, leben in Afrika. Der Jaguar, Felis onca, mitrostgelbem Fell und 46 Längsreihen grosser schwärzlicher Ringflecken, istdas grösste und gefährlichste Raubthier Amerikas. Der Luchs, Felislynx, mit geflecktem Fell, einem Ohrpinsel und kurzem Schwanz lebt inEuropa. In Deutschland ist vor 40 Jahren der letzte Luchs im Harz erlegtworden. Er ist dem Wildstande sehr gefährlich, erhascht seine Beuteim Sprung von Baumstämmen aus. Nach ihm das gefährlichste RaubthierEuropas ist der Wolf, Canislupus, der indess gleichfalls in Deutsch-land fast ausgerottet ist. Das grösste Raubthier Europas ist der gemeineBär, Ursus arctos, welcher leicht zähmbar ist und auch Früchte undHonig frisst. Der Bär, der Vielfrass, Gulo borealis, der Dachs,Meles taxus, sind Höhlenbewohner und halten Winterschlaf. Der Fuchs,Canis vulpes, in Nordeuropa und Nordasien, lebt in Höhlen, erist der listige raubsüchtige Feind aller niedern Jagd. Er hat eineDrüse oben am Grunde des Schwanzes (Viole). Die Hyäne, Hyaenastriata undH. maculata, ist ein gefrässiges feiges Raubthier Afrikas. DerMarder, Mustela, ist in seinen verschiedenen Arten, ausser in Austra-lien, in allen Weltgegenden verbreitet und wird durchweg des Pelzwerkeswegen eifrig verfolgt. Der Edel- oder Baummarder, Mustela mar-tes, der Hausmarder, Mustela foina, das Wiesel, Mustela vul-garis, der Iltis, Mustela putorius, leben in ganz Europa. DerZobel, Mustela zibellina und der Hermelin, Mustela ermineain Sibirien. Den Fischereien schädlich ist die Fischotter, Lutravulgaris. Sie lebt in den Uferlöchern der Seen und Flüsse Europasund Asiens. In Südasien und Afrika leben ausserdem noch die Zibeth-katze, Viverra zibetha und Viverra civetta; der Ichneumon,Herpestes ichneumon in Aegypten.

Der Nutzen, den die Raubthiere dem Menschen gewähren, ist nichtgross. Früh nach seinem Erstehen hat der Mensch im Kampfe mit demRaubthier seine Kraft geübt und dabei seine geistigen Kräfte an der Wah-rung seiner Existenz entwickelt. Seit Jahrtausenden ist indess der Sieg desMenschen entschieden, die Jagd der Raubthiere ist nur noch an den Cul-turgrenzen das, was sie einst war; überwiegend sind jetzt ihre rohen Freu-den nur Nachklänge jener frühen Zeit. Der einzige Nutzen der Raubthiereist ihr oft durch Haarreichthum und Feinheit ausgezeichnetes Pelzwerk.Obenan stehen hierin die Marderarten, obwohl auch die Fischotter und ein-zelne Nagethiere, z. B. der Biber gutes Pelzwerk liefern. Tiger-, Löwen-, Pan-ther- und Leoparden-Felle sind sehr geschätzt, aber wegen der Vereinzelungihrer Träger kein grosser Handelsartikel. Häufiger schon tragen der Bär,der Waschbär oder Schuppe, Procyon lotor, der Dachs, der Vielfrass etc.ihr Fell zu Markte. Auch das Fuchsfell, besonders das dunkle, wird ge-schätzt. Aber die eigentliche und gesuchteste Beute der Pelzjäger bildendie Marderarten. In dem asiatischen Russland, auf den Tundesrn und den

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