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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Affen. Fleischfresser.

1. Affen. Simiae.

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Die Affen sind Säugethiere mit vier meist fünffingerigen Händen. Siestehen dem Menschen in Gestalt und Körperbau am nächsten. Sie unterschei-den sieh von dem Menschen durch den geringeren Gesichtswinkel und durchdie Bildung des Schädels. Der Gesichtswinkel besteht, wie dies in Fig. 351angedeutet ist, aus zwei Linien, deren eine über die Zahnzellen der Ober-kinnlade, die andere von der grössten Erhöhung der Stirn herabgezogen wirdFig. 350 zeigt den Schädel eines jungen, Fig. 351 den eines alten Orang-

Fig. 350.

Fig. 351.

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Utangs. Bei den Europäern ist der Gesichtswinkel 8090°, bei den Ne-gern 70 75°, bei dem jungen Orang-Utang beträgt er 60, bei dem altenweniger. Ferner unterscheiden sich die Affen von den Menschen durch dieBehaarung des ganzen Körpers und meist durch einen langen Schwanz;durch Stellung und Bildung der Zähne und durch die vier Hände.

Die Affen sind fast alle nur in der heissen Zone heimisch. EineAffenart (Inuus ecaudatus) findet sich verwildert auf den Felsen Gibraltars.Sie leben von Früchten, meist auf Bäumen und in Truppen zusammen.

Man unterscheidet unter den Affen: a. Affen der alten Welt;b. Affen der neuen Welt; c. Halbaffen.

2. Fleischfresser. Carnivora.

Säugethiere mit sehr entwickeltem Gebiss ; die innere Zehe kann nieden anderen entgegengestellt werden. Sie nähren sich, mit sehr wenigenAusnahmen, von animalischen Stoffen. Ihre Backenzähne sind dieserhalbschneidend und der Darmkanal kurz.

Familien. Man theilt die Fleischfresser ein in: a. Fledermäuse,Chiroptera; b. Insektenfresser, Insectivora und c. Raub thiere,Perae.

a. Fledermäuse. Chiroptera.

Die Fledermäuse oder H andflügler haben eine grosse Flughautzwischen den sehr entwickelten Vorder- und Hintergliedmassen. Ausser-dem zeigt das Brustbein noch die Eigenthümlichkeit, dass an Äiner vorde-

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