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Ernährunge- und Lebensorgane.
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breitet sich auf der nach Innen gelegenen Fläche der Gefasshaut zu einemzarten, häutigen, netzartigen Gewebe, der Netzhaut (retina). Dieganze Oberfläche der Netzhaut ist mit einem schwarzen Pigment über-zogen.
Von dem Sehen selbst ist schon Seite 296 gesprochen. Die Horn-haut, die Krystalllinse und der Glaskörper bilden die Medien, durch welche dieAussenwelt sich im Auge abspiegelt und uns durch den Sehnerv zum Be-wusstsein gelangt. Niemals sollte dies geschehen, ohne für die Fülle derfür uns daraus kommenden mächtigen und erhabenen Eindrücke unseremSchöpfer zu danken.
Im Thierreich ist der Gesichtsinn sehr allgemein ausgebildet. Mei-stens sind zwei Augen vorhanden. Einige haben zusammengesetzte Augen.Selten ist nur ein Auge vorhanden. Bei einigen wenigen im Finstern le-benden Wirbelthieren, z. B. dem Maulwurf ist der Gesichtssinn verküm-mert; die Bauchkieme hat gar keine Augen. Von den wirbellosen Thierenhaben viele keine Augen z. ß. die ganze Reihe der Eingeweidewürmer,Polypen etc.
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Die Ernährungs- und Lebensorgane.
Für die Entwickelung des Thierwesens und für die Erhaltung desanimalischen Lebens innerhalb der ihm gewordenen Grenzen ist, ausser denäusseren Bedingungen, d. h. ausser den erforderlichen naturgemässen Nahrungs-stoffen und der athembaren Luft, ein Process nothwendig, innerhalb dessenjene Nahrungsstoffe zur Nahrung vorbereitet, in die zur Aneignung nöthigeForm gebracht, dann wirklich angeeignet und die ungehörigen Stoffe aus-geschieden werden. Aus diesem Processe resultirt die Erzeugung der fürdas Leben und die Entwickelung nothwendigen materiellen Gebilde, er istdie eigentliche Quelle der Lebensthätigkeit. Bei den höher entwickeltenThieren zerfällt dieser Lebensprocess in mehrere durch Zweck und Anord-nung einander ergänzende und zusammenwirkende Processe: die Ver-dauung, der Blutumlauf und das Athmen; bei den niedriger organisirtenThieren fallen dieselben zu einem zusammen. Die genannten Lebenspro-cesse werden durch gewisse Organe vermittelt, welche nach ihrem Son-derzweck in: Verdauungs-, Blutumlaufs- und Athmungs-Or-gane zerfallen.
Organe der Verdauung.
Denjenigen Theil des Lebensprocesses, innerhalb dessen die von denThieren eingenommene Nahrungsstoffe, in der zu ihrer Aneignung nothwen-digen Weise umgeändert und die nicht aneignungsfähigen Bestandteilederselben abgesondert und abgeleitet werden, heissen wir den Verdauung s-process oder die Verdauung; die Organe, welche denselben vermit-teln die Verdauungsorgane.
Mund. Magen. Darm. After. Jedes Thier besitzt Verdauungsor-gane. Bei den untergeordneten Thieren sind dieselben sehr einfach be-schaffen und verrichten auch zugleich die übrigen Funktionen des Lebens-processes. Die Urform des Verdauungsorganes ist ein cylinderförmigerSchlauch, der Darm. Ein solcher ist bei allen Thieren vorhanden, abernach der Dichte seiner Gewebsschichten, nach seiner Ausdehnung, seinerGestaltung und seinen Nebenorganen bei den verschiedenen Thierklassen