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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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Knochen.

Die Knochen des Kopfes.

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Die Knochen des Kopfes lassen sich hauptsächlich unterscheiden alsKnochen des hinteren Theiles oder Schädels und als Knochen des vor-deren Theiles oder des Gesichtes. Sie sind bei der Geburt in grössererAnzahl vorhanden, verwachsen später und zeigen an den verwachsenenStellen meistens Nähte.

Der Schädel (Hirnschale) schtiesst das Gehirn ein. Er besteht ausacht Knochen: 1 Stirnbein, 2 Scheitelbeinen, 1 Hinterhauptsbein, 2 Schläfen-beinen, 1 Keilbein und 1 Nasenbein, welches letztere tief in die Nasenhöhlehineinreicht. (Fig. 335. I VI).

Das Gesicht besteht aus 13 verschiedenen Knochen. Diese bildenAugen-, Mund- und Nasenhöhlen. Die wichtigsten Knochen sind: das Na-senbein, die zwei Kiefer, in denen die Zähne befestigt sind. DieZähne bestehen aus Wurzel und Krone; mit ersterer sind sie in denKiefer eingesenkt; sie bestehen aus Zahnsubstanz und sind aussen miteinem Schmelz (Email) bekleidet. Jeder Zahn hat am unteren Ende derWurzel eine kleine Oeffnung, durch welche ein Blutgefäss und ein Nerveintritt.

Der Mensch hat 32 Zähne. 4 Eckzähne, 8 Schneidezähne, 8 Lücken-zähne und 12 Backenzähne.

Bei den Thieren sind die Zähne in dieser Vollkommenheit nicht vor-handen. Am häufigsten fehlen ihnen die Lückenzähne. Dagegen sind dieEckzähne oft sehr ausgebildet wie z. B. die Hauer des Ebers und die Stoss-zähne des Elephanten. Schm elzf alti ge Z ahne sind solche, bei welchender Schmelz die Zahnsubstanz durchdringt und darin Falten bildet. Durchsetzendie Falten plattenartig die Zähne in ihrer ganzen Breite, so nennt mandiese zusammengesetzte Zähne. Die Zähne geben eines der wichtig-sten Merkmale der höher entwickelten Thiere ab, sie charakterisiren durchihre Beschaffenheit die Lebensweise, die Nahrung, die Grösse und das Alterder Thiere. Schneidende, zusammengedrückte Backenzähne, wie z. B. dieder Katzenarten, deuten auf Fleischnahrung. Spitzhöckerige Zähne gehörenInsektenfressern, abgeplattete und rauhe Pflanzenfressern an. Bei den letz-teren bildet der Schmelz nur eine dünne wenig schützende Lage über derweichen Zahnsubstanz, daher die Zähne bald abgenutzt werden. Die mei-sten Säugethiere bekommen die Zähne erst nach der Geburt und wechselnsie später gegen dauerhaftere.

Die Knochen des Rumpfes.

Der Rumpf wird hauptsächlich durch die Wirbelsäule, WWW(Fig. 335), das Brustbein Br (Fig. 335) und die Becken knochenBe Be (Fig. 335) gebildet.

Die Wirbelsäule (Fig. 335) WWW oder das Rückgrath, aufdessen oberen Ende bei dem Menschen der Kopf aufrecht befestigt ist, be-steht aus 24 wahren und mehreren verwachsenen Wirbeln. Diese sinddurch Knorpelsubstanz fest mit einander verbunden. Innerhalb der Wir-belsäule ist ein fortlaufender Kanal, in welchem das Rückenmark be-findlich ist.

Die Brustknochen werden gebildet aus dem Brustbein Br undden Rippen R R (Fig. 335). Von den Rippen werden die äusseren Um-gebungen der zwei grossen Höhlungen, der Brusthöhle und der Bauch-höhle gebildet. Die Brustrippen und das Brustbein bilden die Brusthöhle, inwelcher die Lunge und zwischen deren zwei Flügeln das Herz liegt. Innen