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Elementar-Handbuch der Pharmacie : mit Berücksichtigung der sämmtlichen deutschen Pharmacopöen und Medicinalordnungen
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V. Abtheilung-.

Zoolog

e.

Einlei tun

X

Pflanzen und Thiere. Indem die Forschungen uns vofschreitenddas Verständniss für die Lebensbedingungen und Lebenszwecke der geschaffe-nen Wesen erschliessen, gestaltet sich die Fülle derselben immer umfassen-der zu einem durch innere Nothwendigkeit zusammenhängen-den Ganzen. Die ganze Erhabenheit der in der Schöpfung waltendenWeisheit und Allmacht tritt wachsend mit unserer Erkenntniss vor unsergeistiges Auge und nimmt die ganze Tiefe und Innigkeit unseres Staunensund unserer Verehrung in Anspruch.

Unserem Verständniss am offensten liegt der durch innere Nothwen-digkeit gebotene Zusammenhang von Pflanzen und Thieren. Eine sinnigeSpielerei, die sogenannte Welt im Kleinen, wird Jedermann bekannt sein.In einem geschlossenen Glase befinden sich atmosphärische Luft, Wasser(Meerwasser) und Erde in Gestaltung von Kies, Sand oder farbigen Steinen.Die kleine Welt ist der Aufenthalt von Pflanzen und Thieren. Man wählthierzu durch schöne Formen ausgezeichnete Wasserpflanzen; von denThieren, Weichthiere, Quallen, Korallen u. dgl. Pflanzen und Thiere zusammenleben und entwickeln sich hier ohne Erneuerung der Luft und des Was-sers. Pflanzen oder Thiere darin allein finden sehr rasch ihren Tod. Undso wie dies in dieser Welt im Kleinen, ist es auch in der Welt im Grossen.Der tiefe innere Grund davon liegt in dem wesentlich verschiedenen Ver-halten des pflanzlichen und animalischen Organismus, gegenüber den, inder Atmosphäre im Wasser und in dem Boden vorhandenen elementarenStoffen.

In seinen allgemeinen Umrissen besteht der Unterschied dieses Ver-*haltens darin, dass die Pflanze durch ihren Lebensprocess die Bestandtheileder Atmosphäre, des Wassers und des Bodens in andere höher entwickelteZusammensetzungen bringt, aus welchen sie dann ihre Gebilde schafft.Aus Kohlensäure, Wasser und Ammoniak schafft die Pflanze zusammenge-setzte Kohlen-, Wasser-, Stickstoff- und Sauerstoffverbindungen und giebt beidiesem Schaffen Sauerstoff an die Atmosphäre ab. Aus den genanntenKohlen-, Wasser-, Stickstoff- und Sauerstoffverbindungen bestehen die Gebildeder Pflanzen; sowohl ihr Bau, ihre Organe, als auch besondere in ihnen